Gemeinde Faßberg manifestiert Freundschaft mit Spandau

Gesellschaft Von Extern | am Mo., 08.03.2021 - 16:47

FASSBERG. Wer in den vergangenen Tagen den Weg in die Gemeinde Faßberg angetreten hat, dem sind möglicherweise die neuen Hinweisschilder auf die europäischen Partnerstädte an den Ortseingängen aufgefallen. Der Bauhof hat abgängige Schilder mit den Partnerstädten Yerville in Frankreich und Duszniki in Polen erneuert. Neu hinzugekommen seit Anfang März ist ein Schild, das auf die Faßberger Freundschaft mit dem Bezirk Spandau von Berlin hinweist.

„Im Juni 2019 haben wir Faßberger und Spandauer die Freundschaftserklärung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum zum Ende der Luftbrücke unterschrieben“, erläutert Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl die Geschichte. Doch die Freundschaft ist schon älter und beide Kommunen verbindet eine lange Tradition. Während der Hilfsaktion der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/1949 sind 539.112 Tonnen Kohle von Faßberg nach Berlin geflogen worden. Am 27. August 1949 landete der letzte Kohleflieger aus Faßberg auf dem Flugplatz Gatow (liegt im Berliner Bezirk Spandau, heutige General-Steinhoff-Kaserne). Im August 2014 bedankten sich die Spandauer beim 65. Jubiläum zum Ende der Luftbrücke mit einem Stück Steinkohle aus dem Heizkraftwerk Reuter bei den Faßbergern. 2015 schenkte Faßberg Spandau zwei Heidschnucken. Seitdem sei viel Gemeinsames passiert, sagt Bürgermeister Bröhl.

„Angefangen bei gegenseitigen Besuchen, gemeinsamer Auftritte auf der Reisemesse in Spandau bis hin zu neuen 'Brücken' durch die gemeinsamen Schulprojekte zur Luftbrücke Berlin und Kartoffeln für Spandau in 2019. Mit der Freundschaftserklärung bezeugte ich gemeinsam mit meinem Amtskollegen Helmut Kleebank unseren festen Willen, die Zusammenarbeit auch weiterhin lebendig und nachhaltig zu gestalten. Die Freundschaft hat sich über die Jahre manifestiert und ist nun endlich mit den Schildern auch nach außen sichtbar gemacht worden“, freut sich Bröhl. „Nicht nur ein Stück Steinkohle, in das der Berliner Bär eingraviert ist, befindet sich in unserer Gemeinde, sondern nun auch Schilder mit dem Wappen des Bezirks Spandau von Berlin mit dem Berliner Bären – das ist für unsere kleine Gemeinde schon etwas Besonderes“, sagt Bröhl stolz.

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