BERLIN/FASSBERG. Der Luft- und Weltraumstandort Faßberg könnte zu einem Dreh- und Angelpunkt der  Mikrogravitationsforschung in Trauen werden. Der Standort ist in einen internationalen digitalen Verbund eingetreten. Die Mikrogravitationsforschung von Airbus könnte nun zum ersten Pilotprojekt in Trauen werden. „Durch unsere Glasfaser-Tunnel passen kapazitiv ganze Elefanten-Herden”, veranschaulichte Faßbergs Bürgermeister Frank  Bröhl auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin die Kapazitäten der neuen Infrastuktur vor Ort. „Zwischen der ISS ganz oben und den Laborkapazitäten hier unten gibt es viel Zwischenraum für Schwerelosigkeit zwischen Himmel und Erde, z. B. mit der Texus-Rakete, mit der man die Gravitation ‘kurz ausschalten‘ kann. Mikrogravitationsforschung ist ein Airbus-Schwerpunktthema”, erläuterte Götz Anspach von Broecker von Airbus Defence and Space.

Gemeinsam prüfen die Verantwortlichen in Faßberg für den gemeinsamen Standort von Bundeswehr, Deutschem Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und ArianeGroup, wie die Infrastruktur dafür nicht nur gepflegt, sondern weiter ausgebaut und wie nächste wissenschaftliche „Schätze gemeinsam gehoben“ werden können. Der überregionale und internationale Bedarf an Forschungs- und Entwicklungskapazitäten für Mikrogravitation sei groß. Auf der ILA Berlin 2018 präsentierte sich Faßberg erstmals in Partnerschaft mit Airbus am exklusiven Ort im ILA Business Chalet an der Flightline.

Die Kommandeure der Bundeswehr des Fliegerhorstes Faßberg, die Standortleiter Faßberg-Trauen des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR), der Ariane Group und die Spitzen der Kompetenzbereiche Forschung & Entwicklung von Airbus Defence and Space hießen gemeinsam mit Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl Interessenten unter anderem aus den USA, Mexiko und den Niederlanden willkommen. Dr. Niels Kämpny, Abteilungsleiter Industrie und Maritime Wirtschaft im Niedersäsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, sagte weitere Unterstützung zu. Rund 30 Experten diskutierten die Zukunft von Faßberg-Trauen.

Götz Anspach von Broecker, Key Account Manager German Space Research Institutions &
ESA Technology Programs (rechts) präsentiert Wünsche und Anforderungen für das „Microgravity Program”. Links neben ihm Oberst Georg von Harling, Standortältester und Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, sowie unten im Bild Niels Kämpny, Abteilungsleiter Industrie und Maritime Wirtschaft im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Foto: urbanPR

Networking – Business Chalet zur ILA 2018. Foto: urbanPR

Dr. Niels Kämpny, Abteilungsleiter Industrie und Maritime Wirtschaft im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (rechts) mit (links von ihm) Interessenten aus den USA, Mexiko und den Niederlanden. Foto: urbanPR

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