Sportplätze zu Baugebieten – Gemeinde Faßberg will sich innerorts entwickeln

Politik Von Susanne Zaulick | am Mo., 30.11.2020 - 10:39

FASSBERG. Im Zuge seines Statements zum Haushalt 2021, erwähnte der Sprecher und Vorsitzende der CDU-FDP-Gruppe im Rat, Michael Gebers, auch die Entwicklung neuer Baugebiete. „Unser Wunsch ist: Neues Bauland“, so das CDU-Mitglied. Man habe dabei den Faßberger Sportplatz Hasenheide im Blick, in Müden ebenfalls den Sportplatz und ein Areal am Haußelbergweg. Auf CELLEHEUTE-Nachfrage erläuterte Bürgermeister Frank Bröhl, in Anbetracht des demografischen Wandels müsse man sich ins Ortsinnere weiter entwickeln. Ersatz für die Sportplätze, kann – so hofft man bei der Gemeinde – dafür außerhalb der Orte geschaffen werden. Hierfür hat man eine an das Schwimmbad Herrenbrücke angrenzende Fläche im Blick, die auch schon als Standort der neuen Grundschule im Gespräch war. Um hier Sportanlagen zu schaffen hofft die Gemeine auf Gelder aus der Sportstättenförderung. 

Erst im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung für eine an der Landesstraße in Richtung Poitzen/Munster gelegene Fläche (Orthutsfeld) am nördlichen Ortsrand von Müden einen Bebauungsplan erarbeitet, dessen Aufstellung im September 2019 vom Bauausschuss einstimmig empfohlen worden war. Dies war in einer nicht öffentlichen Sitzung widerrufen worden. Der Bürgermeister teilte dazu auf Nachfrage im Frühjahr mit, das neue Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept lege nahe, dass ein Baugebiet an dieser Stelle ungeeignet sei um Kaufkraft innerorts zu halten.

Derzeit sind sowohl in Faßberg als auch in Müden Bauplätze rar. Aus den Reihen der Bürger kam vor diesem Hintergrund in der jüngsten Ratssitzung die Frage, ob nicht das gerade erweiterte Gewerbegebiet am Faßberger Ortseingang in ein Neubaugebiet umgewandelt werden könnte. Bürgermeister Frank Bröhl hält davon nichts. „Die Planverfahren würden wieder zweieinhalb Jahre dauern und wir hätten dann kein Gewerbegebiet“.