„Viel Arbeit aber auch viel Spaß“ - Gemeinde Nienhagen ehrt Ehrenamtliche

Gesellschaft Von Monika Wille | am Do., 26.08.2021 - 22:35

NIENHAGEN. Einmal im Jahr ist es gute Tradition in Nienhagen, den ehrenamtlich Tätigen Danke zu sagen. So hatte es sich der Rat, bzw. der Verwaltungsausschuss auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, stellvertretend für die vielen, heute Abend zehn Personen in einer kleinen Feierstunde besonders zu würdigen.

Neben dem Bürgermeister Jörg Makel waren Vertreter aller im Rat vertretenen Fraktionen anwesend. Der Pianist Joschua Claassen stimmte musikalisch auf den Abend und die jeweils zu Ehrenden ein.

Der Eid der Athleten der Special Olympics lautet:
"Ich will gewinnen. Doch wenn ich nicht gewinnen kann, will ich mein Bestes geben."

Das passt auch ein Stück weit zu Maik Edling, den Bürgermeister Makel zuerst auf  der Liste der zu Ehrenden hatte. 

Die Judo-Sparte des SVN ist weit über die Landesgrenzen ein Begriff. „Junge Menschen zu motivieren, sich sportlich zu betätigen und zu lehren,  im Wettkampf den Rahmen der eigenen Stärke unter gleichzeitigem Respekt  dem Gegner gegenüber zu definieren. Dass dies eine Herzensaufgabe für ihn ist, beweist Edling seit vielen Jahren als Trainer, Betreuer, Spartenleiter, als Motivator und auch als Tröster bei Niederlagen seit vielen Jahren“, führt Makel in seiner Laudatio im Rahmen der Ehrung aus.

Maik Edling freute sich sehr über die Anerkennung seiner Tätigkeit und wies darauf hin, dass dies nur im Team möglich sei und er sich freue, eine Vielzahl junger Trainerinnen und Trainer an seiner Seite zu haben, ohne die, das alles nicht zu leisten wäre.

Denen eine Stimme geben, die sich selbst nur schwer helfen können!

Für dieses ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Nienhagen wird Friedrich Schwanecke geehrt. Sich Zeit zu nehmen für lange Gespräche und Beratungen, die individuellen Probleme ernst nehmen und nach Lösungen zu suchen, das hat Schwanecke sich auf die Fahne geschrieben.

„Es braucht Menschen wie Sie Herr Schwanecke, die mit ihrem Erfahrungswissen gerade ältere Menschen beraten. Wenn jemand dann noch Zeit findet, maßgeblich an der Gründung eines Seniorenbeirates zu arbeiten und als gewählte Person diesen dann auch noch leitet, ihn inhaltlich mit Leben erfüllt und Ideen entwickelt, wie z.B. das Angebot einer Fachmesse für Senioren, dann kann dies nicht unreflektiert hingenommen werden“, begründet der Bürgermeister die Ehrung für viele Jahre ehrenamtliches Engagement.

Schwanecke dankte der Gemeinde für die Anerkennung dessen, was er ehrenamtlich leistet und erläuterte: „Ehrenamt macht viel Arbeit aber auch viel Spaß! Wenn es aufhört Spaß zu machen und nur noch zur Pflicht oder zu Last wird, muss man es beenden. Aber noch macht es mir viel Spaß.“

Bürgerinitiative Glasfaser

Die Bürgerinitiative Glasfaser Nienhagen wurde von engagierten BürgerInnen ins Leben gerufen. Ein Infrastrukturprojekt mit Bedeutung für das ganze Dorf und der hier lebenden Menschen stand kurz vor dem AUS. „Das darf nicht passieren“, dachten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative und so machten Sie sich auf zu den Menschen, legten etliche Kilometer zurück und führten unzählige Gespräche, um die Bürgerinnen und Bürger von der Notwendigkeit des Ausbaus des Glasfasernetzes zu überzeugen. „Damit war der Grundstein gelegt, unsere Gemeinde auch i.S. Digitalisierung nach vorne zu bringen. Dies zeigt, wenn aktive Bürgerhandeln die Politik begleitet, profitieren wir alle“, so Makel bei seinen Dankesworten an die zu Ehrenden. Der Initiativen gehören  Dr. Klaus Müller, Wilhelm Schönewald, Martin Schubert, Wilfried Schumacher, Alexander Schwarz, Christa Schwarz, Brigitte Topp und Inge von Radinger an.

Der Geschäftsführer der SVO Holger Schwenke und Marketingleiter Gerhard Dongowski waren eigens nach Nienhagen  gekommen, um ihren Dank den Mitgliedern der Bürgerinitiative persönlich auszusprechen und kleine Präsente zu überreichen. Ein ganz großes Geschenk hatten sie noch für den Ort im Gepäck, eine Smartbench, eine Sitzbank für den Außenbereich, die nachts leuchtet und an der man z.B. das Handy aufladen kann. Neben dem Firmenlogo befindet sich auch ein Schriftzug mit dem Dank an die Bürgerinitiative auf dieser Bank, für die  die Gemeinde bestimmt ein schönes  Plätzchen finden wird.

Mit einem kleinen Imbiss, bei dem ganz besonders auf die Einhaltung der Abstandsregeln hingewiesen wurde, klang der Abend bei guten Gesprächen aus.