HERMANNSBURG. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, dieser Werbespruch aus den achtziger Jahren trifft heute mehr denn je zu. „Wir merken die schnellen Veränderungen jeden Tag. In der Vereinsführung sind ein halbes Dutzend Posten nicht besetzt, wir sind immer auf der Suche nach Trainerinnen, Betreuern und Hilfsbereiten, die bei Veranstaltungen helfen. Spätestens die Fusion mit dem SV Beckedorf hat gezeigt, dass wir die Zukunft noch offensiver planen müssen“, erklärte der 1. Vorsitzende Georg Gremels.

Am Sonnabend trafen sich etwa 20 Mitglieder im Vereinsheim zu einer „Ideenwerkstatt“ über die Zukunft des TuS. Im Einführungsvortrag machte der Hauptsportwart Heinrich Lange die TeilnehmerInnen mit den heute bereits erkennbaren „Megatrends“ bekannt. Nach diesem Blick mit Fernlicht auf „TuS 2030“ wurde umgeschaltet auf Abblendlicht: „Was heißt das für den TuS? Auf welche Themen kommt es an? Worauf wollen wir uns zunächst konzentrieren? Welche Felder sollten von Arbeitsgruppen beackert werden?“, so Lange.

Foto: Hans-Peter Stüber

Vier Themen wurden definiert: Künftiges Sportangebot, Außendarstellung des TuS. Mitglieder gewinnen und halten, Ehrenamtliche gewinnen und halten. Unter Leitung von Heinrich Lange und Stephan Meyer, dem stellvertretenden Vorsitzenden, wurden die Aufgaben in zwei Gruppen im Tennisheim und im Vereinsheim bearbeitet.

In engagierten Diskussionen mit fachkundigen Hinweisen seien viele Impulse gesetzt worden, die in der Zukunft aufgegriffen werden müssten. Sofort umsetzbare Ergebnisse seien naturgemäß nach einer ersten Veranstaltung nicht zu erwarten – zumal die Erkenntnisse erst zusammengetragen, aufgearbeitet und dann dem erweiterten Vorstand vorgetragen werden müssen, damit sie im kommenden Frühjahr den Mitgliedern in der Hauptversammlung präsentiert werden können.

Arbeitsfelder ließen sich aber jetzt schon benennen: Die Außendarstellung und auch die Binnenkommunikation muss aus Sicht des Vereins verbessert werden. Um ein Beispiel zu nennen: wenn Kinder dem Mutter- und Kinderturnen entwachsen sind, müsse dargestellt werden, dass es in anderen Sportarten Anschlussangebote für die Altersklasse der Erstklässler gebe. Der TuS seie mit seinem Angebot relativ gut aufgestellt. Trotzdem gäbe es in einzelnen Bereichen Verbesserungsbedarf. Als Beispiele nennt der Verein Gesundheitsprävention und Reha-Sport. Einzelne Übungsleiterinnen seien hier bereits initiativ und hätten sich auf diesem Gebiet qualifiziert.

„Die Ehrenamtlichen sind Seelen und Skelett des Vereins – ohne sie geht nichts“, ist der Verein überzeugt. Respekt, Anerkennung und Freude an der eigenen Qualifikation seien Antriebe für sie, trotzdem überlegt der Verein eine Aufwandsentschädigung. Darüber hinaus wünschten sich die Ehrenamtlichen ab und zu eine zentrale Veranstaltung, etwa eine für alle interessante Weiterbildung, gekoppelt mit einer geselligen Veranstaltung, um so die Gemeinschaft der Ehrenamtlichen zu fördern. Zugleich wäre das ein Beitrag zur angesprochenen Binnenkommunikation.

Der TuS habe ein gutes Verhältnis zur Gemeinde, dem Ortsrat, den Schulen am Ort und den Arbeitgebern. Das werde auch an personellen Verflechtungen deutlich. Trotzdem sei hier ein Feld identifiziert worden, auf dem der Verein noch aktiver werden könne, um seine Angebote, seine Kooperationsmöglichkeiten noch deutlicher zu machen.

„Jetzt kommt es darauf an, die Hinweise, Anregungen und Forderungen des Workshops zu konkretisieren, zu ergänzen und umzusetzen. Das kann nicht vom Vorstand alleine bewältigt werden. Dazu braucht es die Mitarbeit von fachkundigen, interessierten Mitgliedern oder Freunden des Vereins“, so Lange.

Der Verein möchte Folgeveranstaltungen planen und Arbeitsgruppen einrichten. Wer an einer Mitarbeit Interesse hat, kann sich per Mail an info@tus-hermannsburg.de anmelden. „Sagen Sie uns, für welches Thema Sie sich engagieren wollen. Wir wollen auch 2030 noch sagen können: ‚Gemeinsam in Bewegung‘ in einem mehr als hundert Jahre alten, aber junggebliebenen Verein“, so der Vorstand.

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