WATHLINGEN. In der Samtgemeinde Wathlingen hat die Diskussion über ein gemeinsames Feuerwehrhaus für Adelheidsdorf und Nienhagen begonnen. Ausgangspunkt war der Vorschlag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Mahler in der Sitzung des Feuerschutzausschusses am 30. August, die Möglichkeit eines neuen Feuerwehrhauses zwischen Adelheidsdorf und Nienhagen, dicht am Gefahrenschwerpunkt B3, vor weiteren Entscheidungen zu prüfen. Mahler hatte sich mit seinem Vorstoß in die Diskussion über die geforderten Schwarz-weiß-Bereiche (Trennung zwischen Arbeits- und Aufenthaltsbereichen) in den vier Feuerwehrhäusern der Samtgemeinde Wathlingen eingebracht.

Ein ähnliches Projekt wurde vor mehreren Jahren in Eicklingen realisiert, wo 2009 der Grundstein für ein gemeinsames Feuerwehrhaus für die Feuerwehren Groß Eicklingen und Eicklingen gelegt wurde.

Inzwischen haben einzelne Führungskräfte beider betroffenen Feuerwehren, Adelheidsdorf und Nienhagen, geäußert, dass die Option eines gemeinsamen Feuerwehrhauses wenigstens geprüft werden solle. Offensichtlich stößt gerade Nienhagen an seine räumlichen Grenzen, und das Verhältnis zwischen Adelheidsdorf und Nienhagen gilt als sehr gut.

„Ein gemeinsamer Neubau wie beispielsweise in Eicklingen, könnte wenn er denn am Ende zum Tragen kommt, so erstellt werden, dass der Fuhrpark die Feuerwehren oder Gruppen voneinander trennt, um Eigenständigkeiten zu gewährleisten, falls sie gewünscht werden. In jedem Fall wären die betroffenen Feuerwehren im Vorfeld mit ins Boot zu nehmen, auch müssten Wünsche besonders ernst genommen werden“, sagt Thomas Müller, erster Vorsitzender des Ortsverbandes Wathlingen-Flotwedel von Bündnis 90/Die Grünen.

In der Samtgemeinderatsfraktion der Grünen hatte man die Option eines gemeinsamen Neubaus für Adelheidsdorf und Nienhagen schon seit Längerem ins Visier genommen, wie in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates verlautete. Dort hatten die Abgeordneten per einstimmigem Beschluss die Notwendigkeit für die Errichtung der Schwarz-weiß-Bereiche  festgestellt. In Neubauten wird genau dies künftig ohnehin zur Pflicht gemacht. In Bestandsbauten sind Schwarz-weiß-Bereiche zudem von der Feuerwehr-Unfallkasse dringend empfohlen.

„Es ist nun nicht mehr ausgeschlossen, dass die Option eines Neubaus für zwei Feuerwehren mit Blick auf die Zukunft der Feuerwehren einmal hinreichend geprüft wird. Früher oder später käme dieses Thema gewiss wieder auf die Feuerwehren zu. Eine Absage zum jetzigen Zeitpunkt hätte vermutlich nur aufschiebende Wirkung“, so Thomas Müller.

Skizze: Matthias Blazek

Skizze: Matthias Blazek

 

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