HERMNNSBURG. Mit einer Inszenierung frei nach Kurt Helds „Die Rote Zora“ begeisterte die Theatergruppe der Klassen 5 und 6 des Christian-Gymnasiums am Mittwochabend ihr Publikum. Dazu bedurfte es neben des Spiels der jungen Schauspieler lediglich einer Ladung Getränkekisten.

Aus ihnen formte das 23-köpfige Ensemble während kurzer Umbaupausen alle möglichen Requisiten – vom Marktplatz über Bäume bis hin zur Gefängniszelle. So einfach sich die Szenerie hierdurch gestaltete, so genial fokussierte sie die Aufmerksamkeit der zahlreich erschienenen Gäste auf das Wesentliche: die Leistung der Schüler in ihren Rollen.

Die war beachtlich, zumal die Fünft- und Sechstklässler in den insgesamt 13 Szenen, in denen die Geschichte des Waisenjungens Branco (Yannick Schmidt) und seiner Abenteuer mit der Bande der Roten Zora (Haley Louise Elson) erzählt wurde, nicht nur das Bühnenbild immer wieder zwischendurch umgestalteten, sondern die gesamte Aula als Schauplatz für Verfolgungsjagden und weitere Kapriolen nutzten. Dabei blieben sie stets textsicher und zeigten darüber hinaus spürbare Spielfreude. Dementsprechend ernteten sie auch immer wieder Szenenapplaus und das Publikum zeigte sich bis zum Schluss beeindruckt und amüsiert.

Der Lehrer Frank Dehn, der das Bühnenkonzept entwickelte, die Arbeitsgemeinschaft Maske wie auch die Arbeitsgemeinschaft Theater 5/6 leitet und Regie geführt hat, erläuterte: „Wir haben den Originaltext gekürzt, die Requisiten einfach gehalten und den Schwerpunkt auf ein lebendiges Spiel gelegt.“ Diese Entscheidung war, wie sich am Aufführungsabend herausstellte: einfach genial.

Text: Sebastian Salie

 

 

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