"Kirche trifft...": Gespräch mit Susanne Gaschke über Fehlentwicklungen der Mediendemokratie

Religion Von Extern | am Fr., 18.10.2019 - 08:39

CELLE. Das Veranstaltungsreihe „Kirche trifft“ widmet sich in diesem Herbst der aktuellen Fragen, wohin die Demokratie in Deutschland steuert. Den Auftakt zu dieser Reihe macht Susanne Gaschke am Dienstag, 22. Oktober 2019, um 19.30 Uhr in der Stadtkirche Celle.

Susanne Gaschke war 15 Jahre lang Redakteurin bei der ZEIT und hat in ihrem Buch „Volles Risiko“ ihre Erfahrungen als Kieler Oberbürgermeisterin mit der Dynamik einer medialen Verurteilung gesammelt. So lautete das Thema des Abends: „Die unkontrollierte Gewalt - über Fehlentwicklungen in der Mediendemokratie“. Im Anschluss an den Vortrag wird Moderator Dr. Friedrich Hauschildt Susanne Gaschke zum Gespräch bitte

Die drei weiteren Veranstaltungen:

Dienstag, 29. Oktober 2019 um 19.30 in der Stadtkirche Celle

Niemand soll verloren gehen – die Zukunft der Arbeit - Vortrag und Gespräch mit Sylke Schwanhold, Geschäftsführerin Jobcenter Celle im Landkreis Celle

Die hochmoderne und digitalisierte Arbeitswelt verlangt bestens ausgebildete Fachleute. Während in vielen Sektoren der Wirtschaft oder im Bereich der Pflege sowie der Kindertagesstätten und Schulen Fachkräfte händeringend gesucht werden, gibt es gleichzeitig einen hohen Prozentsatz an schwer vermittelbaren Jugendlichen oder Langzeitarbeitslosen, die darauf warten, in den Arbeitprozess integriert zu werden. Sylke Schwanhold, Geschäftsführerin Jobcenter im Landkreis Celle, gibt Einblicke in die Arbeit ihrer Einrichtung und zeigt Perspektiven für die Zukunft der Arbeit auf. Moderation und Gespräch: Uwe Schmidt-Seffers

Dienstag, 5. Nov. 19.30 Uhr in der Stadtkirche Celle

Recht und Gerechtigkeit: bestimmt sich das nach den gleichen Maßstäben? - Vortrag und Gespräch mit Stefanie Otte, Präsidentin des Oberlandesgerichtes Celle

Ob jemand Recht bekommt und ob dadurch auch Gerechtigkeit geübt wird, lässt sich nicht immer einfach beantworten. Während Recht sich nach den Gesetzen bestimmt, die durch eine gewählte Volksvertretung erlassen werden und die Regeln für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft bestimmen, gibt es nicht nur verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Gerechtigkeit, sondern auch ein ganz individuelles Empfinden dazu, was gerecht ist. Jedenfalls unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten ist ein Aspekt von Gerechtigkeit, dass jedem gleichermaßen sein Recht gewährt wird. Unterliegt dieser Anspruch einem gesellschaftlichen Wandel und wenn ja, müssen wir dann das Recht oder unsere Vorstellung von Gerechtigkeit ändern? Moderation und Gespräch: Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart

Mittwoch, 13. November 2019 um 19.30 in der Stadtkirche Celle

Antisemitismus in Deutschland!? - Vortrag und Gespräch mit Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

Deutschland ohne Antisemitismus? Das war immer eine Illusion. Auch die vielberufene Mitte der Gesellschaft ist nicht frei davon. Dort regiert aber oft die Verleugnung: Der eigene Antisemitismus wird auf andere, auf „die Muslime“, auf „die Rechten“, auf „die Linken“ projiziert und hinter Codeworten versteckt. Zwischen vermeintlicher „Israelkritik“ und Verschwörungsphantasien, alltäglichen Abwertungen und Ausgrenzungen, zwischen Politik, Gewalt und Terror wirkt eine Dynamik, die den Antisemitismus nicht allein in Deutschland antreibt. Moderation und Gespräch: Dr. Friedrich Hauschildt. Diese Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und dem Celler Netzwerk gegen Antisemitismus.