CELLE. Inspiriert von Bibi Blocksberg, die im Hörspiel ganz selbstbewusst mit dem Neustädter Bürgermeister spricht, wenn ihr etwas auf dem Herzen liegt, besuchte Lenny-Wayne Hustedt den Celler Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge am Montag im Neuen Rathaus. Bereits vor einigen Wochen hatte Lenny-Wayne dem OB einen Brief geschrieben, in dem er seiner Sorge um die Zukunft der Altstädter Schule Ausdruck verlieh. Über den Verlauf des Gesprächs heißt es aus der Stadtverwaltung:

Natürlich stand dieses Thema dann auch auf der Tagesordnung der beiden. Lenny-Wayne, der selbst schon in die sechste Klasse der IGS geht, möchte sich gerne für seine ehemalige Grundschule stark machen. „Die Kinder müssen dann sicher 25 Minuten zur Blumläger Schule gehen“, befürchtete er. Doch der Oberbürgermeister konnte beruhigen: „Wir achten natürlich darauf, dass kein Kind mehr als zwei Kilometer von der Grundschule entfernt wohnt. Die Schulbezirke werden entsprechend neu aufgeteilt.“

„Die Schule ist in die Jahre gekommen und muss erstmal vier Jahre repariert werden“, erklärte das Stadtoberhaupt weiter, „während der Zeit müssten die Kinder in Container umziehen. Um das zu vermeiden, soll die Blumläger Schule die Kinder aufnehmen.“ Lenny-Wayne, der selbst seit zwei Jahren in einem Container unterrichtet wird, konnte das nachvollziehen. „Ein Container ist nicht das beste“, bestätigte er. Oftmals sei es zu laut, um konzentriert arbeiten zu können.

Dennoch ließ der Elfjährige nicht locker und fragte immer wieder kritisch nach. Dr. Jörg Nigge nahm sich Zeit und gab bereitwillig Auskunft – da mussten die Teilnehmer des Folgetermins eben ein bisschen warten. Die bessere Unterrichtsversorgung, mehr Lehrerinnen und Lehrer sowie das größere Raumangebot waren dann doch Argumente, die Lenny-Wayne versöhnlich stimmten. „Der Bürgermeister wird das schon machen!“, so seine Schlussfolgerung.

Auch wenn ein wenig Wehmut darüber mitschwang, dass er seine ehemalige Schule nicht „beschützen“ konnte, zeigte sich der IGS-Schüler zufrieden mit dem Verlauf des Gesprächs. Der Oberbürgermeister lobte Lenny-Wayne für seinen Einsatz und lud ihn ein, sich in naher Zukunft im Celler Jugendbeirat zu engagieren. Dann stünde dem regelmäßigen Austausch mit dem Oberbürgermeister nichts entgegen – und da könnte sich selbst Bibi Blocksberg noch eine Scheibe von abschneiden.





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