CELLE. Am 7. Dezember 2017 ging eine wunderbare Nachricht für die Orgelwelt durch die Medien: Die UNESCO hat den Orgelbau
und die Orgelmusik in Deutschland in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit werde der hohe Stellenwert der „Königin der Instrumente“ für die Kultur unseres Landes deutlich gemacht. „Im kirchlichen Leben hat die Orgel schon lange eine große Bedeutung. Ihre Klänge berühren die Menschen auf einzigartige Weise und bringen die frohe Botschaft so markant zu Gehör, dass das Wort der Predigt hervorragend ergänzt wird – eine Text-Musik-Symbiose, die ihresgleichen sucht und inzwischen überall auf der Welt zu erleben ist“, sagt Daniel Kunert, Inhaber des Celler Musik-Medienhauses „Das Portal der Königin“.

Schon lange hat die Orgel auch Kulturkreise in anderen Erdteilen erobert. Und nicht nur in der Kirche ist sie zu hören. Ein renommierter Konzertsaal kann kaum mehr ohne eine Orgel seine Wirkung entfalten. Aktuelles Beispiel ist die grandiose Orgel in der Elbphilharmonie Hamburg. „Und doch ist die ‚Königin‘ heute oftmals mehr oder weniger verstummt. Es gibt immer weniger Organistinnen und Organisten, die Kosten für den Neubau oder die Erhaltung einer Orgel sind sehr hoch und die oftmals gespielte Orgelmusik stimmt nicht mehr mit modernen Hörgewohnheiten und Klangvorstellungen überein“, bedauert Kunert. Dazu komme ein Mangel an Nachwuchs im Bereich des Orgelbaus, der viele Unternehmen vor Herausforderungen stelle.

Eine offene Gesprächsrunde zu Orgelbau und Orgelmusik findet am 20.01.2018 um 15 Uhr im Notenkeller in Celle statt.  Kirchenmusiker aller Konfessionen, Pastoren, Kirchenvorsteher und Orgelfreunde sind eingeladen, sich mit ihren Gedanken und Ideen einzubringen. Wie sieht die Zukunft der Orgel aus? Welchen Stellenwert kann sie heute noch im kirchlichen und kulturellen Leben haben? Wie kann man ihre Bedeutung für eine moderne Gesellschaft definieren und stärken? Welche Folgen hat die Aufnahme als Kulturerbe für Kirchengemeinde, Kirchenmusiker und die Wirtschaft eines Landes? Um diese und ähnliche Fragen soll es an diesem Abend gehen. . Eine Anmeldung bis zum 15.01.2018 ist notwendig. Es werden keine Kosten für die Teilnahme erhoben, um eine Spende für die Finanzierung weiterer Veranstaltungen wird gebeten.

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