Glockenweihe in Bergen: Gottesdienst findet auf dem Kirchberg statt

Religion Von Extern | am Do., 17.12.2020 - 18:01

BERGEN. Nachdem am Dienstagabend die neuen Regeln für Gottesdienste von der Landesregierung und der Landeskirche veröffentlicht wurden, musste die Bergener ev. luth. St. Lamberti-Gemeinde viele Planungen für ihre Glockenweihe am kommenden Sonntag noch einmal "über den Haufen werfen." Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr und wird von Regionalbischof Detlef Klahr gehalten. Er ist zwar für Ostfriesland zuständig, stammt aber aus Bergen und freut sich sehr, hier die Glockenweihe vornehmen zu dürfen.

Es wird draußen auf dem Kirchberg Gottesdienst gefeiert. Dort stehen ein großes Zeltdach, Bänke und Stühle, diese natürlich in entsprechendem Abstand. Dazu eine große Übertragungsanlage. Gemeindegesang ist nicht mehr erlaubt, stattdessen wird ein kleiner Chor singen (so wie das dann auch in den Heiligabend-Gottesdiensten sein wird). Die wichtigste und schmerzlichste Änderung: Die Zahl der Gottesdienstbesucher*innen muss auf 200 begrenzt und ein Anmeldeverfahren eingerichtet werden. Anmeldungen können auf einem Zettel in den Briefkästen des Gemeindehauses abgegeben werden oder per E-Mail über die Adresse Glockenweihe@gmail.com Anmeldeschluss ist Samstagabend um 18 Uhr oder - falls es zu viele Interessenten werden - auch schon vorher, wenn die Zahl von 200 erreicht ist.

"Weil wir wissen, wie wichtig den Menschen vor allem der Glockenklang ist, werden wir nach der Glockenweihe zu jeder vollen Stunde bis 21 Uhr für zehn Minuten läuten", kündigt Pastor Axel Stahlmann an. Da könne man ja einfach mal einen Spaziergang am Kirchberg machen und den Glockenklang genießen. Außerdem wird es einen Film über die Glockenweihe und den gesamten Glockenguss geben. Die DVDs dazu sollen ab Mitte Januar da sein. "Wir wissen, das ist nur ein Ersatz. Aber die Zeiten sind so. Und wenn man bedenkt, warum die Erneuerungen der Glocken überhaupt nötig war - weil die alten im 2. Weltkrieg zu Waffen eingeschmolzen wurden - dann sind wir immer noch in einer vergleichsweise glücklichen Situation. Denn heute kann jeder selbst ganz viel dafür tun, nicht mit dem Virus angesteckt zu werden. Wir hoffen auf Verständnis und danken ausdrücklich allen, die hinterher dem Glockenklang lauschen", so Stahlmann.