Das „Lebensglück in Deutschland“ bleibt konstant hoch und liegt 2017 bei 7,07 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10. Damit hat sich der „Glückssprung“ von 2016 (7,11 Punkte) bestätigt. Davon geht eine Studie der Deutschen Post aus, die heute veröffentlicht wurde. Die Westdeutschen seien im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger glücklich, im Osten Deutschlands haben sich die Werte geringfügig verbessert. An der Spitze des regionalen „Glücksrankings“ steht erneut Schleswig-Holstein, am Ende Sachsen-Anhalt. Im Mittelfeld auf Platz 9 der östliche Teil Niedersachsens.

Drei Viertel der Deutschen, die sich im sozialen oder ökologischen Bereich ehrenamtlich einbringen, haben das Gefühl, ihr persönliches Engagement bereichere ihr Leben. Doch während 68 Prozent ein persönliches Engagement für wichtig halten, setzen sich nur 23 Prozent tatsächlich aktiv für soziale oder ökologische Maßnahmen ein. Bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber legen die Deutschen großen Wert auf das ökologisch und sozial verantwortungsvolle Engagement eines Unternehmens. 54 Prozent der Berufstätigen geben an, dass ihnen das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens genauso wichtig ist wie das Gehalt, die Aufstiegsmöglichkeiten oder die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

Aktuell bewerten die Menschen in der Region Niedersachsen/Hannover ihre Lebenszufriedenheit mit 7,19 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr verbessert sich die Region um einen auf den neunten Platz. In den meisten Bereichszufriedenheiten schneidet die Region unterdurchschnittlich ab. Einzig im Bereich „Wohnen und Freizeit“ (7,62) und „Haushaltseinkommen“ (6,76) wird ein leicht überdurchschnittlicher Wert erreicht. Die geringen Zufriedenheitswerte werden von den meisten objektiven Daten bestätigt. Beide Gesundheitsindikatoren liegen über dem Bundesdurchschnitt. Ebenso die Arbeitslosenquote (6,8 Prozent), der Anteil der prekär Beschäftigten (33,3 je 1.000 Erwerbstätige) und die Armutsgefährdungsquote (16,8 Prozent). Außerdem steht den Menschen in der Region im Durchschnitt weniger Geld zur Verfügung (20.823 Euro) als denjenigen im Rest der Republik.

Eine positive Auswirkung auf das allgemeine Glücksempfinden hat der überdurchschnittliche Anteil an Personen, die 65 Jahre oder älter sind. Denn ältere Menschen sind im Durchschnitt zufriedener als Menschen mittleren Alters.

2017 beträgt die Armutsgefährdungsquote 16,8 Prozent. Das ist deutschlandweit der dritthöchste Wert nach Hamburg (19,0) und Nordrhein/Düsseldorf (17,7). Positiv ist jedoch, dass sie im Vergleich zum Vorjahr rückläufig ist. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 17,4 Prozent.

72,0 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in der Region sind verheiratet bzw. leben mit einem Partner zusammen. Das ist der zweithöchste Wert im Westen (Württemberg: 72,4 Prozent) und der dritthöchste deutschlandweit (Brandenburg: 74,9 Prozent). Die Pflegequote ist mit 42,8 Pflegebedürftigen je 1.000 Einwohnern die höchste unter den alten Bundesländern.

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