WATHLINGEN. Schon zum zweiten Mal hatte es die (G)Oldies aus Wildeshausen nach Wathlingen verschlagen. Vier Vollblutmusiker, die zusammen mehr als 275 Lebensjahre auf die Bühne bringen, ließen bei den Besuchern die „Zipperlein“ in Vergessenheit geraten und lockten mit ihren Ohrwürmern die etwas mehr als 70 Oldie-Fans auf die Tanzfläche.

Die Musiker Achim Bütow (Gitarre und Gesang), Joachim Decker (Kongas, Percussion und Gesang), Franz kleine Holthaus (Gitarre, Mundharmonika und Gesang) und Helmut Ostendorf  (Schlagzeug) spielen seit vier Jahren zusammen. „Anfangs waren wir nur zu dritt. Die Percussion- und Rhythmusinstrumente kamen damals aus der Konserve,“ erzählt Decker. „Seit zwei Jahren ist Eddy (Helmut Ostendorf) als Schlagzeuger mit von der Party, so dass wir jetzt alles live spielen. Das ist ehrlicher und macht uns selbst deutlich mehr Spaß.“ Die Freude  an der Musik springt schnell auf die Anwesenden über. Ob „Peggy Sue“, Surfin‘ U.S.A.“ , „Yellow submarine“ oder viele weitere mehr – bis weit nach Mitternacht reihte sich ein Hit an den anderen. Es wurde eifrig getanzt, geklatscht, mitgesungen oder der Takt auf den Tisch getrommelt. Auch, wenn es schon spät geworden war, ohne Zugabe ließen die Wathlinger die Musiker nicht von dannen ziehen.

Das Besondere an der Band, deren Mitglieder sich aus Freude an der Musik erst nach ihrer Pensionierung zusammengefunden haben, ist, dass sie ihre Einnahmen komplett der Hondurashilfe für den Bau von Schulen zur Verfügung stellen. „Es ist uns ein großes Anliegen,  einem von der Welt „vergessenen“ Land Hilfe zukommen zu lassen. Die Armut dort ist unvorstellbar. Wir freuen uns, wenn es mit unserer Hilfe zum Beispiel gelingt, dort eine Schule zu errichten; denn Bildung ist der wichtigste Grundstein, den wir legen können. Mich zieht es immer wieder dorthin und ich freue mich, wenn wir  dazu beitragen können, das Leben dort ein klein wenig lebenswerter zu machen,“ begründet Decker das Engagement der Musiker

Viele der Anwesenden danken dem Organisator des Abends, Gert Lietz, dem es durch seine persönliche Bekanntschaft mit den Musikern gelungen war, die vier „Dinosaurier“, wie sie sich scherzhaft selber gerne nennen, erneut nach Wathlingen  zu holen.

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