CELLE. Zufrieden blickt der Golfclub Herzogstadt Celle e.V. auf das vergangenen Jahr und in die neue Saison. „Es gibt keinen schöneren Sport für die Seniorengesellschaft als den Golf“, ist Präsident Joachim Falkenhagen überzeugt. Man sei an der frischen Luft, man kenne sich im Club und fühle sich wohl. Aber auch die Jugend möchte der Verein weiterhin begeistern. Einer von ihnen ist sogar im Landeskader.

PK Golf 2016 1Mit 640 Mitglieder sei der heimische Verein der einzige Golfverband im Bund, der keine Negativtendenz aufweise. Im Jahr davor waren es 620. Anziehungspunkte, die auch Spieler aus Hannover nach Celle holen, seien u.a. die „Offene Woche“ oder für die Damen der“ Orchideencup“. „In kürzester Zeit sind die Termine ausgebucht. Hier haben wir eine gute Position im Golf-Markt“, weiß Falkenhagen.

rachner-lukasJugendwartin Nicole Jürgensen schwärmt von der Jugendarbeit: Im Club seien 30 Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren, unter ihnen der 15jährige Lukas Rachner. Er hat es mit einem Handycap von 6,2 sogar in den Landeskader geschafft. Sein älterer Bruder Johannes ist mit kaum schlechter. „Beide haben ihre Eltern längst ,überholt‘“, freut sich Jürgensen.

Die Jugendlichen werden von zwei Trainern an den Sport auf den Übungsanlagen herangeführt. „Wir sind dabei, ein Jugendkonzept zu erstellen, z.B. mit Golfcamps oder Miniturnieren“, stellt die Jugendwartin in Aussicht, aber „die Leistung ist das eine, aber auch der Spaß ist wichtig.“

PK Golf 2016 10Auch mit Schulen wie dem Ernestinum oder dem Gymnasium Lachendorf bestehen Kooperationen mit Unterricht in Theorie und Praxis. Ein Jahresbeitrag für Kinder beträgt 120 Euro im Jahr. Die Ausrüstung werde dabei direkt vom Club gestellt. Erwachsene zahlen im Monat 99 Euro. Für die Instandhaltung der rund 70 Hektar großen Anlagen entsehen Personal- und Platzpflegekosten von mehr als 500.000 Euro pro Jahr. 

Greenkeeper Matthias Hoppenstedt ist einer von fünf Festangestellten, die sich um die Pflege kümmern. Der Fachagrarwirt Golfplatz importiert den dafür notwendigen Rasensamen eigens aus Amerika. „Die Sorten werden in Deutschland nicht gezüchtet, weil er zu kompliziert ist“, weiß der gelernte Landmaschinenmechaniker, der sich entsprechend auch um die hochwertigen Geräte und Fahrzeuge kümmert.

Der Golfplatz ist nie geschlossen. Manche kommen bereits um 5:30 Uhr vor der Arbeit, die letzten gehen, wenn es dunkel wird. „Unser Einsatz lohnt sich, wenn man das Ergebnis sieht“, sind sich alle einig.

Fotos: Peter Müller

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