Gotische Halle Thema im Kulturausschuss hinter verschlossenen Türen

Kunst Von Anke Schlicht | am Di., 01.09.2020 - 15:21

CELLE. Ob die Gotische Halle den Celler Kunstschaffenden erhalten bleibt, wird Thema im kommenden Kulturausschuss am 10.9., die Presse wird nicht zugelassen sein.

Das Kulturdezernat begründet die Zuweisung in den nicht-öffentlichen Teil damit, dass öffentliche Äußerungen zu gemeinsamen Maßnahmen im Schloss mit dem Land Niedersachsen als Eigentümer abgestimmt würden.

Den Hintergrund bilden nach Auskunft der Stadtsprecherin Myriam Meißner Pläne des Landes Niedersachsen, umfangreich in das Celler Schloss zu investieren, um unter anderem den Brandschutz und die Barrierefreiheit zu verbessern. Vor diesem Hintergrund sei laut Stadt von Seiten des Landes auch die bisherige alleinige Nutzung der Gotischen Halle als Ausstellungsraum hinterfragt worden, da diese einen barrierefreien Zugang ermögliche und gegebenenfalls einer erweiterten Nutzung zugeführt werden könnte. Wenn dieses Szenario Realität werde, würde man den bisherigen Nutzern, dem Bund Bildender Künstler sowie dem Kunstverein, Ersatzräumlichkeiten im Schloss zur Verfügung stellen. Mit dem Mietvertrag der Stadt Celle mit dem Land, der auch die Gotische Halle umfasst, stünden diese Maßnahmen nicht in Zusammenhang.

Bislang gebe es zur Umsetzung des denkmalgerechten Nutzungskonzeptes des Landes Niedersachsen weder ein abgestimmtes Verfahren noch einen Zeit- oder Finanzierungsplan.

Eine Antwort auf die Anfrage von CelleHeute beim zuständigen Ministerium in Hannover steht noch aus.