LHTV: *2. Aktualisierung* Großbrand in Lachendorf - Schaulustige behindern Löscharbeiten

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Do., 18.06.2020 - 01:53

LACHENDORF. Großeinsatz für die Feuerwehren im Landkreis Celle am Mittwochabend: Gegen 22:00 Uhr gingen die ersten Notrufe ein. Bereits auf der Anfahrt war das Feuer für die anrückenden Kräfte aus großer Entfernung auszumachen. Vor Ort stand bereits der hintere Teil einer über 2000 qm großen Lagerhalle für Baustoffe in Flammen. Wir meldeten in unserer App und allen sozialen Kanälen.

Zunächst wurde mit einer Hubrettungsbühne und Drehleitern eine sogenannte Riegelstellung errichtet, um ein Ausbreiten der Flammen auf die gesamte Halle zu verhindern. Parallel wurden weitere Wasserversorgungen aufgebaut, um die Flammen im hinteren Drittel der Halle zu bekämpfen. Glücklicherweise zogen die massiven Rauchgase nicht in den Ortskern, dennoch wurden Anwohner über CELLEHEUTE sowie Rundfunk aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Rund 150 Feuerwehrleute aus dem Landkreis und der Stadt Celle sind mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Brandursache und Schadenshöhe stehen noch nicht fest. Die Feuerwehr wurde nach Angaben des Kreisfeuerwehrsprechers Olaf Rebmann leider wieder einmal durch Schaulustige und deren Fahrzeuge bei ihrer Arbeit behindert. Der Lachendorfer Gemeindebrandmeister Michael Haming widerspricht ihm allerdings (siehe Video-Interview) - er traf allerdings erst wesentlich später am Einsatzort ein und hat von den anfänglichen Umständen offenbar nichts mitbekommen.

***NACHTRAG POLIZEIMELDUNG***

Aus bisher ungeklärter Ursache gerät die Verkaufs -und Lagerhalle eines Baumarktes in Brand. Beim Eintreffen von Polizei und Feuerwehr steht die ca. 2400 qm große Halle bereits im Bereich des Lagers in Vollbrand. Im weiteren Verlauf weitet sich der Brand auf weitere Hallenbereiche aus. Durch den Löscheinsatz kann ein Übergreifen auf ein benachbartes Gasflaschenlager verhindert werden. Eine Wassersperre sichert eine neben dem Brandobjekt befindliche Tankstelle. Durch die Feuerwehr wird der mögliche Austritt von giftigen Gasen und Stoffen in der wenigstens 100 - 200 m hohen Rauchwolke gemeldet. Die Anwohner in der Gefährdungszone werden durch Lautsprecher- und Rundfunkdurchsagen dazu aufgefordert, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr ist mit mehr als 150 Feuerwehrleuten im Einsatz. Es gibt keinen Personenschaden, der Sachschaden dürfte sich auf ca. 2,5 Millionen Euro belaufen.