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Agentur für Arbeit und Jobcenter ziehen positive Bilanz

Großer Andrang beim „Tag der Gesundheitsberufe“ in der Alten Exerzierhalle

15.03.2018 - 08:21 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Großer Andrang herrschte gestern mit rund 240 Besucherinnen und Besuchern in der Alten Exerzierhalle beim von der Agentur für Arbeit Celle und dem Jobcenter im Landkreis Celle ausgerichteten Tag der Gesundheitsberufe. Schülerinnen und Schülern, die sich nach einem Ausbildungsplatz umsehen oder auch Interessierten, die sich beruflich neu orientieren möchten, wurde hier neben vielen Informationen zu diversen Berufsbildern ein buntes Programm rund um Gesundheits- und Pflegeberufe geboten.



Marc Seemann, Pressesprecher der Celler Agentur für Arbeit, zeigte sich zufrieden mit dem großen Interesse. „Es ist das erste Mal, dass wir diese Messe zu den Gesundheitsberufen veranstalten. Ich finde es klasse, dass sie so viel Anklang findet“, sagte Seemann. Man versuche, auf der Messe die ganze Bandbreite der Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Gesundheitsbranche abzudecken. Im Wesentlichen wolle man junge Leute für diese Berufsbilder begeistern und ihnen die Möglichkeit geben, hier bereits erste Kontakte zu potentiellen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Um viele Jugendliche in die Alte Exerzierhalle zu locken, habe man versucht, neue Wege zu gehen. Unter anderem sei mit YouTuberin Paula Krämer eine bekannte Influencerin vor Ort, die dafür gesorgt habe, dass sich die Veranstaltung über die sozialen Netzwerke verbreitet habe. Außerdem gebe es jede Menge Möglichkeiten zum Mitmachen und Ausprobieren, wie Zumba, Pilates oder mal die Erfahrung zu machen, wie man in einem Rollstuhl zurecht kommt.

Insgesamt waren 30 Arbeitgeber aus der Region vor Ort: Krankenhäuser, Kliniken, Krankenkassen, Fitness-Studios, Sanitätshäuser, Apotheken, Optiker u. a. – auch sie boten diverse Aktionen zum Mitmachen an und informierten über ihre Ausbildungs- und Arbeitsangebote. Pflegeeinrichtungen, wie z. B. der Gutshof Bostel, waren in besonders großem Maße vertreten. „Wir bieten Ausbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Altenpflege, Betreuung, in der Küche oder auch als Pflegehelfer an – hier konnten wir einige Interessierte beraten. Auch ein Praktikum wurde vereinbart“, berichtete Martina Stopp, Heimleiterin im Gutshof Bostel.

Christin Weich und Karola Mazanke, beides Schülerinnen der BBS III, waren begeistert von der Messe. „Überall, wo man hingeht, bekommt man Informationen, welche Ausbildungsberufe angeboten werden. Alle sind offen und nett, und es ist gut organisiert“, befand die 17-jährige Weich. Ihr und ihrer ebenfalls 17-jährigen Freundin würde das Heidekreis-Klinikum Soltau für eine Ausbildung besonders gut gefallen. „Ich finde es super, hier vor Ort die Möglichkeit zu haben, eine solche Messe zu besuchen, die viele tolle Ausbildungsstätten an einem Platz bietet“, so Mazanke, die sich für eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin oder im Rettungsdienst interessiert.

Auch der Kreissportbund (KSB) war vertreten und warb für den Ausbildungsweg zum/zur Sport & Gymnastiklehrer/in Schwerpunkt Bewegungspädagogik. „Die Ausbildung des organisierten Sportes findet an drei Tagen pro Woche in der Landesturnschule in Melle und an zwei Tagen in einem lernpraktischen Feld, beispielsweise in einem Verein, beim KSB selbst oder in einem Rehazentrum statt. Wer sie absolviert, erwirbt insgesamt zehn Lizenzen, wie z. B. zum Fitnesstrainer, Vereinsmanager, für den Gesundheits- und Rehasport und ist damit vielfältig einsetzbar“, erläuterte Katja Koch, Sportreferentin beim KSB. Für Vereine, die häufig Probleme hätten, Übungsleiter zu finden, sei es eine gute Möglichkeit, aus diesem Ausbildungsberuf Hervorgehende als Hauptamtliche für verschiedene Aufgaben im Verein zu gewinnen.

Etwas Kritik wurde von Jacqueline Schäfer-Pulst, Mutter eines Neuntklässlers aus der OBS II, geäußert: „Leider wurde die Messe nicht an jeder Schule genügend beworben. Während eine Berufsmesse in Hannover im nächsten Monat Pflichtveranstaltung ist, wurde diese Messe hier in der Klasse meines Sohnes nur einmal kurz erwähnt. Wenn die Lehrer nicht dahinter stehen, werden die Schüler kaum kommen“, so Schäfer-Pulst, die es begrüßen würde, wenn derartige Veranstaltungen für kurz vor der Berufswahl stehende Schülerinnen und Schüler obligatorisch wären.

Eine Visagistin und eine Fotografin boten die Möglichkeit an, professionelle Bewerbungsfotos zu erstellen. In verschiedenen Impulsvorträgen wurde das Thema Gesundheit ebenfalls aufgegriffen. Für Erfrischung sorgten alkoholfreie Cocktails des Restaurants Ricetime.

Text: Angela Siems

 

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