NIENHAGEN.Vorsorge zu treffen ist nie zu früh, wirft aber viele Fragen auf. Nach der großen Resonanz bei der ersten gemeinsamen Info-Veranstaltung im vergangenen Jahr veranstalteten der SoVD Ortsverband Nienhagen und der Seniorenbeirat der Gemeinde Nienhagen erneut einen Info-Abend zu diesem Thema. Dank der Unterstützung der Gemeinde Nienhagen konnte die Veranstaltung wieder im Rathaus stattfinden. Über 50 Interessierte waren gekommen, um sich einen Überblick über Vorsorgeverfügungen zu verschaffen.

Referent Friedrich Schwanecke ging in seinem sehr lebendigen Vortrag auf die verschiedenen Möglichkeiten der Vorsorgeverfügungen ein. Viele Themen rund um die Vorsorge wurden von ihm detailliert erläutert. Ob Testament, Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung – er zeigte den Anwesenden die Unterschiede auf, was wofür und warum wichtig ist, welche Form einzuhalten ist, wo hinterlegt werden kann und mit welchen Kosten man rechnen muss. Zudem wurde bei diesem Info-Abend noch ein weiteres wichtiges Thema – gerade für Eltern und Großeltern – angesprochen: die Sorgerechtsverfügung und die Sorgerechtsvollmacht bei minderjährigen Kindern.

Herbert Kraume vom Jugendamt der Stadt und des Kreises Celle erläuterte die Möglichkeiten der Vorsorge, die für Kinder getroffen werden sollten. Er schilderte aber auch die Abläufe für den Fall, wenn von sorgeberechtigten Personen keinerlei Verfügungen oder Vollmachten erteilt wurden. Digitaler Nachlass, Organspende und Vorsorge für Haustiere wurden am Ende auch noch kurz angesprochen, ebenso wie die Notfalldose, in der die Rettungskräfte auf das Vorliegen von Vollmachten und den Lagerort hingewiesen werden. Die vielen Fragen, die Friedrich Schwanecke und Herbert Kraume detailliert beantworteten, zeigten, wie wichtig diese Themen sind. Am 25. April 2019 setzten der SoVD Ortsverband Nienhagen und der Seniorenbeirat die gemeinsame Veranstaltungsreihe mit einem Info-Abend zum Thema „Digitaler Nachlass“ fort. Weitere Info-Abende sind für das zweite Halbjahr 2019 geplant.

Referent Friedrich Schwanecke sprach in seinem lebendigen Vortrag viele Themen der Vorsorge an.

Herbert Kraume vom Jugendamt des Kreises Celle (rechts) informierte über die Möglichkeiten der Vorsorge.

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