Grüne aus der Südheide fordern Erhalt der Schuckenhaltung

Politik Von Extern | am Mo., 31.05.2021 - 16:40

NIEDEROHE. Carl Kuhlmann, Heidschnuckenhalter in Niederohe, informierte kürzlich Vertreter der Grünen aus dem Nordkreis über aktuelle Probleme der Heidebewirtschaftung in der Südheide. „Wenn hier nicht bald was passiert, haben wir in fünf Jahren keine Heidschnuckenherde mehr in der Südheide. Dann können sich die Touristen die Tiere nur noch in schicken 3D-Animationen und virtuellen Rundgängen ansehen. Oder ihren Urlaub gleich in der Nordheide verbringen, wo es noch genügend echte Heidschnucken gibt", so Kuhlmann. Um die Südheide weiter attraktiv zu machen, besonders für Wandertouristen, bedarf es aus Sicht der Grünen konkreter Maßnahmen: "Zum einen müssen der Wiederaufbau, die Wiederinbetriebnahme und auch der Neubau von Schafställen in der Nähe der Heideflächen gesetzlich erleichtert werden. Für einen Ausgleich aller erforderlichen Schutzmaßnahmen zur Wolfsabwehr und die unbürokratische Schadensregelung bei Wolfsrissen stehe die Landesregierung in der Pflicht. Daneben ist es erforderlich, dass die Heidschnuckenhalter eine angemessene Weideprämie erhalten", so die Grünen aus Faßberg und der Gemeinde Südheide.

Ansonsten bestehe die Gefahr, dass zuerst die Heidschnucken verschwinden und dann die Heide zu Wald wird. „Wir wollen einen naturverträglichen Tourismus in der Südheide. Dazu braucht es eine vielfältige Kulturlandschaft. Gerade die Pandemie zeigt, wie bedeutsam solche Tourismusaktivitäten, verbunden mit einem nachhaltigen Verkehrsangebot, für die Stärkung der heimischen Wirtschaft sind“, so Rolf Kuhlmeyer, Sprecher der Grünen in der Südheide.