CELLE. Die Grünen-Kreistagsfraktion beantragt die Bereitstellung von 100.000 Euro für die Errichtung von Schafställen und sieht darin eine Maßnahme für den Wolfs- und Schafsschutz. In einer Pressemitteilung heißt es: „Nachdem, die CDU/FDP/WG/Unabhängige-Gruppe im Celler Kreistag am vergangenen Mittwoch eine Resolution zum Wolfsabschuss durch den Kreistag gepeitscht hat, hat die Grünen-Kreistagsfraktion folgenden Antrag zum Wolfs- und Schafsschutz erarbeitet“.

Der Antrag beinhaltet folgende Forderungen: „Zum Schutz der Weidetiere und der Weidetierhaltung im Landkreis Celle werden 100.000 Euro als Zuschussmittel in den Haushalt des Umweltressorts des Landkreises eingestellt. Diese sind beispielsweise gedacht für den Bau von landschaftsangepassten Schafställen im Bereich Kienmoor und Haußelberg. Der Celler Kreistag fordert die neue Landesregierung ebenso auf, 100.000 Euro als Zuschuss für Herdenschutzprojekte im Landkreis Celle bereitzustellen, und bittet die Verwaltung, entsprechend auf die Landesregierung einzuwirken.“

„Im Zuge der Debatte um den Herdenschutz vor Wölfen liegen verschiedene Expertisen vor. Im Austausch mit den Schäfern, die wir besucht haben um uns ihre Sorgen und Nöte vor Ort erklären zu lassen, stellte sich die Frage, wie nachts die Schafe am besten zu schützen seien. Da die Hofstellen und die Heideflächen so weit auseinander liegen, wäre ein umzäunter Schafstall für die Nacht ein hilfreicher Beitrag zum Herdenschutz. Durch einen Zuschuss können solche Außenbauten finanziert und umgesetzt werden. Beispielsweise sollte ein Reetdachbau im Außenbereich und im Naturschutzgebiet geprüft werden“, begründet die Fraktionsvorsitzende Annegret Pfützner den Antrag.

„Wichtig ist es noch in diesem Jahr Geld für 2018 bereitzustellen, damit der Kreistag bei Bedarf umgehend handeln kann. Daher soll der Umweltausschuss am kommenden Dienstag schon darüber beraten“, so der umweltpolitische Sprecher der Grünen Gerald Sommer.

 

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