LACHENDORF. Erst im Mai letzten Jahres hatten Bündnis 90/Die Grünen vor Ort auf die alte Restmülldeponie in direkter Nachbarschaft des neuen Baugebietes in Lachendorf östlich des Gymnasiums aufmerksam gemacht. „Daraufhin ist entschieden worden, dass zusätzliche Probebohrungen und Untersuchungen des Grundwasser erfolgen sollen, um eine Gefährdung der Anwohner auszuschließen“, so der Fraktionsvorsitzende der Grünen Christian Brandes.

„Damals haben wir auch nachgefragt, ob der frühe Zeitpunkt zu dem die Bäume gefällt wurden, rechtlich einwandfrei war und wer denn die besonders geschützten Waldameisen umgesiedelt hat“, so Brandes. Diese Fragen wurden in einer Ratssitzung mit den Worten, dass das alles einwandfrei war, aus Sicht der Grünen vom Tisch gewischt. Doch nun hat der Landkreis genau diese beiden Aussagen widerlegt. „Somit sind sowohl die Waldameisen  durch nicht befähigte Personen „umgesetzt“ worden, als auch die Rodung des gesamten Waldstreifens ist zu einem Zeitpunkt erfolgt, wo es nicht zulässig gewesen ist“, erklärt Brandes die Sachlage.

„Der Landkreis hat nun sogar Nachkontrollen angeordnet, um den Ist-Zustand festzustellen. Wir würden einfach erwarten, dass bei zukünftigen Maßnahmen die Umweltbelange etwas mehr in den Focus gerückt würden,  gerade bei einer leistungsfähigen Gemeinde wie Lachendorf“, so Brandes weiter. Auch der umweltpolitische Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion Gerald Sommer ist entsetzt über das Verhalten: „Wir werden in Zukunft die umweltpolitischen Entscheidungen und Vorgänge in Lachendorf deutlich beobachten und hinterfragen, sowohl auf Gemeinde- als auch auf Kreisebene.“

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