GÖTTINGEN/CELLE. Grünes Licht gibt es für die Allerrenaturierung im Bereich des Allerwehrs Osterloh im Landkreis Celle: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Göttingen hat jetzt die Genehmigung zur Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit am Allerwehr Osterloh erhalten. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Frühjahr 2018 und sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Investiert werden rund 1,8 Millionen Euro aus Landesmitteln unter finanzieller Beteiligung der EU.

Laut NLWKN ist geplant, den vorhandenen Wehrverschluss zurückzubauen. Stattdessen wird eine feste Schwelle im Gewässerbett für einen ausreichenden Wasserstand in der Aller sorgen. Diese soll so dimensioniert sein, dass Hochwasserspitzen über den alten Gewässerverlauf schadlos abgeführt werden können. Der Wehrkörper selbst bleibt bestehen. Gleichzeitig wird der heutige Altarm „Theewinkel“ oberhalb des Wehres an die Aller angeschlossen und wird damit zum neuen Hauptgewässerbett. „So wird die ökologische Durchgängigkeit hergestellt“, erläuterte Detlef Kirstein vom NLWKN in Göttingen. Die zu überwindende Höhendifferenz zum Altarm wird durch ein Raugerinne mit Beckenstrukturen ausgeglichen. Der vorhandene Geh- und Radweg wird verlegt und zukünftig 200 Meter länger sein; eine Brücke ist ebenfalls eingeplant, um den Altarm überqueren zu können.

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