Grundstein für Westerceller Feuerwehrhaus gelegt

Polizei + Feuerwehr Von Redaktion | am Do., 14.10.2021 - 11:17

CELLE. An der Hannoverschen Heerstraße in Westercelle wurde der Grundstein des neuen Feuerwehrhauses gelegt. In den nächsten Monaten soll hier ein modernes Feuerwehrhaus entstehen.

Gemeinsam mit Vertretern des Rates der Stadt Celle, des Ortsrates Westercelle sowie Vertretern der Verwaltung, des Bauunternehmens und der Orts- und Stadtfeuerwehr wurde gestern die Grundsteinlegung gefeiert.

Das neue Feuerwehrhaus ersetzt die Räumlichkeiten der Wehr aus dem Jahre 1954, die sich gegenwärtig in der Straße „Am alten Rathaus“ befinden. Die jetzige Liegenschaft teilt sich die Ortsfeuerwehr Westercelle mit dem Archiv der Stadt Celle. Auf einem bisher leicht bewachsenden und als Pferdekoppel genutzten Grundstück, zwischen der alten Bundesstraße 3 und dem Triftweg gelegen, wird das neue Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Westercelle erstellt. Das FGH besteht aus einer Fahrzeughalle für vier Einsatzfahrzeuge und einen Verwaltungsteil mit Brandmeisterbüro, Schulungsraum, Jugendfeuerwehr, Sanitärbereich und Umkleiden für 80 Männer und 20 Frauen. 

Zur Ausstattung der Wehr gehören derzeit ein Trocken-Tanklöschfahrzeug TroTLF 16, ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/24-Tr, ein Löschgruppenfahrzeug LF 10 sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug. 

Grußwort des Ersten Stadtrats Thomas Bertram im Original-Wortlaut:"

"Einige von ihnen wissen, dass ich für eine Zeit selbst einmal damit betraut war, seitens der Verwaltung die Geschicke der Feuerwehr zu begleiten. In diese Zeit fielen die ersten Überlegungen, das Feuerwehrgerätehauses hier Westercelle neu zu errichten. Nun können wir nach einer Phase intensiver Diskussion und Vorbereitung die Planungen beenden und den ersten Schritt zum Gelingen des Baus gehen. Das ist ein schönes Gefühl.

Das Legen des Grundsteines bedeutet im historischen Sinne, böse Geister vertreiben zu wollen. Böse Geister werden sicherlich nicht über diesen Ort wachen, ganz im Gegenteil: Dieser Ort wird später von den guten Geistern – nämlich den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr hier in Westercelle – beseelt sein.

Ihnen möchte ich nicht nur einen allzeit unfallfreien Übungs- und Einsatzdienst wünschen, sondern auch Dank sagen. Dank an alle Akteure in der Freiwilligen Feuerwehr für ein besonderes ehrenamtliches Engagement.

Dieses Engagement im Ehrenamt wird selten mit klingender Münze gewürdigt. Deshalb ist es gut und richtig, dem Ehrenamt hier vor Ort ein angemessenes und besonderes Heim zu errichten. Neben meiner Rolle als Erster Stadtrat bin ich auch Stadtkämmerer und sie dürfen glauben, es fällt gerade in heutigen Zeiten nicht leicht, Geld für Investitionen bereitzustellen. Für dieses Feuerwehrhaus und für das Engagement der Kameradinnen und Kameraden war es aber eine Herzensangelegenheit. Innerhalb der ganzen Verwaltung war und ist das Projekt stets positiv und zielorientiert begleitet. Es ist uns im Rathaus wichtig, hier etwas Besonderes schaffen zu können.

Fairerweise muss man allerdings betonen, dass sich die freiwillige Feuerwehr hier in Westercelle seit vielen Jahren in Bescheidenheit geübt hat. Der alte Standort neben dem Stadtarchiv existiert mittlerweile seit 70 Jahren. Schon seit etlicher Zeit zeichnet sich ab, dass er langsam viel zu klein und zu eng wird.

Die Fahrzeughalle für die heute aktuellen Lösch- und Tanklöschfahrzeuge ist zu niedrig und zu schmal. Es ist schon eine Herausforderung, hier mit den Fahrzeugen so sorgsam umzugehen wie es regelmäßig praktiziert wird. Aber nicht nur für die Fahrzeuge ist der alte Standort in die Jahre gekommen.

Es ist kaum vorstellbar: Derzeit gibt es weder Umkleidekabinen noch Sanitärbereiche, die nach Geschlechtern getrennt sind. Es war nicht zu verkennen: Es ist an der Zeit für einen neuen und zeitgemäßen Neubau. Hier am Standort, mit direktem Zugang zur Bundesstraße. So ist ein schneller Zugang und Abgang möglich, die engagierten Einsatzzeiten können eingehalten werden.

Was wird entstanden sein, wenn der Neubau fertig gestellt ist? Wir werden ein modernes Feuerwehrgerätehaus mit Einstellplätzen für vier Einsatzfahrzeuge nach aktueller Norm sowie die Option einer Erweiterung um einen fünften Einstellplatz vorfinden. Es gibt Gemeinschaftsräume, moderne Umkleide-, Sanitär und Aufenthaltsbereiche.

Es werden Büros für den Ortsbrandmeister und seinen Stellvertreter geschaffen, ein großer Unterrichtsraum wird für Schulungen bereitstehen und auch die Jugendfeuerwehr bekommt einen eigenen Schulungsraum. Alles nach modernem Standard.

Kurz: Es entsteht ein Feuerwehrgerätehaus zum Wohlfühlen. Und das ist gut und richtig – das haben sich die Kameradinnen und Kameraden vor Ort verdient.

Und wann soll das alles fertig sein? Nach heutigem Stand rechnen wir mit dem Jahresende 2022. Ich bin ein optimistischer Mensch und glaube fest daran, dass dieses Datum gehalten werden kann. Aber wir wissen alle: Manchmal gibt es Irren und Wirren, die zu Verzögerungen führen.

Aber seien Sie versichert: die Verwaltung wird alles geben, die Bauzeit möglichst kurz zu halten.

Und für die Zahlenmenschen im Auditorium: Hier noch der Hinweis auf die geplanten Baukosten. Wir rechnen aktuell mit voraussichtlich 3 Mio. € Bausumme. Solche Summen stellen uns als Stadt vor besondere Herausforderungen. Darum sei an dieser Stelle auch dem Land Niedersachsen ein besonderer Dank zugerufen. Denn von dort gab es erhebliche Unterstützungen durch Fördermittel.

Auch der Stadtteil Westercelle selbst kann profitieren: Durch die Dimensionierung des Neubaus konnte Vorsorge getroffen werden. Vorsorge dafür, dass auch Westercelle in Zukunft wachsen wird.

Sie sehen also: Alles in allem haben wir es hier mit einem guten und runden Projekt zu tun.
So bleibt es mir, Dank zu sagen: Dank an alle, die in diesem Projekt und dessen Gelingen mitgewirkt haben.

So gilt mein Dank zuerst Herrn Ortsbrandmeister Stefan Schmidt und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Jan Höner zu Guntenhausen.
Sie haben trotz ihrer beruflichen Einbindung und der Wahrnahme des Ehrenamtes noch Zeit gefunden, an den Planungsrunden teilzunehmen. Auch wollen Sie an den nun folgenden regelmäßigen Baubesprechungen Ihren Beitrag leisten. Diese Runden finden und fanden zumeist zu bester Arbeitszeit statt. Sie machen sich dennoch frei, um ihr Wissen und ihre Erfahrung mit einzubringen. Herzlichen Dank hierfür.

Ein herzlicher Dank gilt auch allen an den Planungen beteiligten Firmen, insbesondere aber auch dem Architekturbüro Bothmer und Hübner.

Gemeinsam mit den unterschiedlichen Akteuren aus unserer Verwaltung haben Sie hier etwas Besonderes geschaffen. Vielen Dank an dieser Stelle.

Die Realisierung der Planungen wäre ohne das Entgegenkommen des Reit- und Fahrvereines sowie die positive Begleitung durch Nachbarschaft und den Ortsrat nicht möglich gewesen. Ein herzliches Dankeschön gilt daher auch Ihnen!

Nicht zu vergessen sind aber auch die vielen Kolleginnen und Kollegen aus unserer Verwaltung. Stellvertretend für Viele möchte ich hier Frau Stade, Herrn Rieke und Herrn Peters nennen. Auch Herr Brüsting hat im Hintergrund viel Gutes bewirkt. Für Sie alle ist die Realisierung eines solchen Projektes nicht reines Tagesgeschäft – Sie haben zusätzlich Herzblut eingebracht. Vielen Dank für Ihr Engagement.

Liebe Gäste, verbinden wir nach den einführenden Worten nun an unsere guten Wünsche mit dieser Grundsteinlegung. So ist der Grundstein nicht Symbol für böse Geister, sondern für unsere guten Wünsche. Er wird den Bauverlauf auf einen guten Weg bringen und dafür Sorge tragen, dass alles reibungslos ohne Pannen, Unfälle und Verzögerungen abläuft."