Log empty
Familienanzeigen Stellenmarkt

Wietze - Neue Mitte - Grundsteinlegung

Grundsteinlegung für Wietzes „Neue Mitte“

19.02.2019 - 14:13 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

WIETZE. Es ist eines der größten Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte für die Gemeinde Wietze: In der „Neuen Mitte“ wurde heute der Grundstein für das neue Rathaus mit Bürgersaal gelegt. Direkt an der B 214 zwischen Grundschule und REWE-Markt soll in Wietze eine lebendige Ortsmitte entstehen. Für Anfang 2020 plant die Gemeindeverwaltung den Umzug in die neuen Räumlichkeiten.



„Mit der heutigen Grundsteinlegung wird nicht nur das Startsignal zum Bau eines Rathauses mit Bürgersaal gegeben, sondern es geht um viel mehr“, so Bürgermeister Wolfgang Klußmann bei seiner kurzen Ansprache vor rund 30 Gästen. „Es geht um die Gestaltung einer Ortsmitte, der sogenannten „Neuen Mitte Wietze“ und damit um die Umsetzung eines zentralen Wunsches der Bürgerinnen und Bürger.“ Tatsächlich sehen viele den fehlenden Ortskern als größtes Manko in der Gemeinde. Sehr deutlich sei dies in einer Marketingstudie vor einigen Jahren geworden. Auf die Frage, „was in Wietze am meisten fehlt“, sei von den Bürgerinnen und Bürgern die Antwort „Ortskern“ mit großem Abstand am häufigsten genannt worden.

Anlass für den Bau des Neuen Rathauses sind laut Verwaltung außerdem ihre unzureichenden Räumlichkeiten. Das Rathaus wurde 1930 gebaut und entspreche weder den heutigen Sicherheitsanforderungen (z.B. Brandschutz), noch den energetische Mindeststandards (z.B. Dämmung). Gesetzliche Vorschriften könnten schon lange nicht mehr eingehalten werden (z.B. behindertengerechte Zugänge). Der Neubau soll hier höhere Standards zugunsten der Bürgerfreundlichkeit setzen.

„Das neue Rathaus werden wir pünktlich im Februar 2020 übergeben“, versprach Markus Kellner vom beauftragten Bauunternehmen Depenbrock. Er lobte besonders den Architektenentwurf: „Die Architekten von htm.a haben für diesen Ort einen perfekten Entwurf vorgelegt, den wir gerne umsetzen.“ Neben dem neuen Rathaus mit Bürgersaal gehört zur Neuen Mitte auch die Umnutzung der ehemaligen Oberschule. Ab dem kommenden Jahr werden auch hier verschiedene öffentliche Einrichtungen wie Bücherei, Mensa, Familienzentrum und Jugendtreff einziehen.

Einen ganz persönlichen Bezug zum Bauplatz der „Neuen Mitte“ hatte Ulrich Kaiser, der als stellvertretender Landrat ein kurzes Grußwort sprach. Als Kind  hatte er als ehemaliger Wietzer Eicheln von dem großen Platz aufgesammelt und verkauft. Ulrich Kaiser lobte in seiner Ansprache die „mutige Entscheidung“ zugunsten des Neubaus: „Die Neue Mitte setzt einen wichtigen Akzent, um Wietze noch attraktiver zu gestalten.“

Auch Björn Gehrs, Samtgemeindebürgermeister der Nachbargemeinde Schwarmstedt, war zu der Grundsteinlegung gekommen. Als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe in der LEADER-Region „Aller-Leine-Tal“, einem Zusammenschluss von Gemeinden zwischen Verden und Celle, erläuterte er, warum der Außenbereich rund um die Gebäude der „Neuen Mitte“ die höchste Fördersumme von 100.000 Euro erhalten werde: „Der Außenbereich ist nachhaltig, er lässt Menschen verweilen und hilft dabei, dass sich die Akteure miteinander vernetzen.“ Im Anschluss an die Grußworte fand die eigentliche Grundsteinlegung statt. Hierbei wurde eine kupferne Zeitkapsel von Bürgermeister Wolfgang Klußmann eingemauert. In der Kapsel befinden sich die Baupläne der Neuen Mitte, eine aktuelle Tageszeitung sowie einige Münzen.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.