WATHLINGEN. Die BI Umwelt Wathlingen setzt sich seit über einem Jahr kritisch mit der geplanten Abdeckung der Kalirückstandshalde Wathlingen auseinander. Nach Überzeugung des Pressesprechers Holger Müller zeigt dieser Einsatz bereits Erfolge. „Immerhin ist das Vorhaben Kalihaldenabdeckung – offenbar allein aufgrund kritischer Nachfragen in der Antragskonferenz 2015 und danach – stark im Verzug“, so Müller. Dennoch werde die BI Umwelt wegen ihres Einsatzes von einigen wenigen, die nach Einschätzung der BI als ehemalige Mitarbeiter K+S bzw. als Parteifreunde dem Wathlinger Bürgermeister nahe stehen, massiv angegriffen sagt Müller und verweist auf entsprechende Leserbriefe in der Presse.

Müller geht davon aus, „dass die BI einen wunden Punkt des Bürgermeisters Harms getroffen hat, weil die Bürger von der beabsichtigten Veräußerung von Gemeindegrundstücken im Zusammenhang mit der geplanten Kalihaldenabdeckung gar nichts wissen sollten!“ „Erst die Nachforschungen der BI haben die Existenz und die beabsichtigte Veräußerung der betreffenden Grundstücke öffentlich gemacht“, erklärt Müller.

Da K+S die Gemeindegrundstücke für die Haldenabdeckung dringend benötige, habe die Gemeinde aus Sicht des Vorsitzenden der BI, Mar-Heinz Marheine, „ein starkes Druckmittel in der Hand, um eine nachhaltige Lösung für die Halde zu erreichen“. „So hat Wathlingen die Chance, unbelastete und ursprüngliche Landschaft zurückzuerhalten“, erklärt Marheine.

„Die seitens des Bürgermeisters ins Spiel gebrachte Enteignung der Gemeindegrundstücke wäre nach Überzeugung der BI auch nach Bergrecht kaum möglich“, stellt Müller fest. „Weder dient die Abdeckung mit ihren vielfältigen Belastungen für die Bürger und ihren konstruktiven Schwächen dem Allgemeinwohl, noch ist sie notwendig – es stehen Alternativen zur Verfügung.“ Als Beispiel für die Belastungen nennt er das nach wie vor fehlende Verkehrskonzept für den Anlieferverkehr. „Der Anlieferverkehr durch die Dörfer ist laut dem Verkehrsexperten von K+S zulässig. Der schon öfter vorgeschlagene Weg durch das Naturschutzgebiet Brand ist dagegen gesetzlich verboten“, so Müller.

„Ein Transport durch das Naturschutzgebiet Brand würde den Menschen in Nienhagen aber voraussichtlich ohnehin nicht helfen – ganz einfach deshalb, weil der Weg von Celle über Ehlershausen hin- und zurück rund 10 Kilometer länger wäre, als über Nienhagen“, ergänzt Marheine. „Somit ist es weder notwendig, noch im Interesse der Bürger zulässig, die Grundstücke der Gemeinde Wathlingen an der Halde zu veräußern“, mahnt Müller.

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