WATHLINGEN. Im Hinblick auf die Zukunft der Wathlinger Kalihalde, weist die BI Umwelt Wathlingen darauf hin, dass „verschiedene niedersächsische Kalihalden, wie die in Bokeloh/Wunstorf oder die in Giesen/Hildesheim, das Grundwasser versalzen“. Die Halden seien für Niederschlagswasser durchlässig, verfügten über keine moderne Basisabdichtung und seien in den Boden eingesunken. „Für Wathlingen hat der Gutachter der Bürgerinitiative die Versalzung durch die Halde in einem Gutachten auch bereits nachgewiesen“, erklärt der Pressesprecher der BI, Holger Müller. „Wir haben dieses Gutachten mit der Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren dem Landesbergamt (LBEG) sowie den Celler Kreistagsabgeordneten zur Verfügung gestellt.“ Bisher habe sich diesbezüglich aber nicht viel getan.

„Ganz anders verhält sich der Kreistag in Hildesheim. Bei dem dortigen Kalibergwerk Giesen, zu dem eine Althalde gehört und das wiedereröffnet werden soll, schaut der Kreistag ganz genau hin. Er hat die Entscheidung über das Einvernehmen mit der wasserrechtlichen Genehmigung nicht der Verwaltung überlassen, sondern an sich gezogen“, so Müller weiter. „Das ist der richtige Weg!“ Laut Hildesheimer Allgemeiner Zeitung vom 08.08.2018 („Grundwasser-Ärger bremst Kali-Entscheidung weiter aus“) ist vor einigen Monaten bekannt geworden, dass „am vorhandenen Kaliberg jede Menge Salzabwasser im Boden versickert und damit im Grundwasser landet“. Aus Sicht der Kreistagsmehrheit in Hildesheim muss das Grundwasser-Problem dringend angegangen werden, teilt Müller mit. Dazu könne „der Landkreis als Bodenschutzbehörde auch selbst tätig werden“.

Laut Müller fordert die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen die Kreisverwaltung Celle jetzt auf, bei der Kalihalde Wathlingen endlich auch tätig zu werden. Schließlich gebe es in Hildesheim keine anderen Gesetze als in Celle. Die Einsenkung der Halde in Wathlingen und das Ausmaß der Versalzung müssten – auf Kosten von K+S – gründlich untersucht werden. Auf eine Sanierung durch Beseitigung der Altlast müsse hingewirkt werden. „Darüber hinaus darf der Landkreis Celle keinesfalls vor einer gründlichen Untersuchung und einer transparenten Auswertung sein Einvernehmen mit einer wasserrechtlichen Genehmigung für die Abdeckung der Halde erklären. Auch in Celle muss der Kreistag die Entscheidung an sich ziehen!“ fordert Müller. „Dazu bemühen wir uns um Gespräche mit den politischen Parteien – für konstruktive Gespräche sind wir immer offen. Den Entscheidungsträgern möchten wir Informationen geben und sie unterstützen, damit unser Wasser und unsere Umwelt geschützt werden.“ Müller weist abschließend darauf hin, dass in den letzten Wochen alle sehr deutlich hätten sehen können, dass der Zugang zu sauberem Wasser für Menschen und Natur (überlebens-)wichtig ist.

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