GT Masters: BKK Mobil Oil Team Asch/Ludwig gewinnen beim Saisonauftakt

Motorsport Von Redaktion | am Sa., 16.04.2016 - 19:21

OSCHERSLEBEN/CELLE. Das ADAC GT Masters hat seine ersten Sieger 2016: Im spannenden Auftaktrennen zur zehnten Saison der "Liga der Supersportwagen" in der Motorsport Arena Oschersleben setzten sich die Titelverteidiger Sebastian Asch (29, Ammerbuch) und Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed) mit Teampartner BKK Mobil Oil aus Celle im neuen Mercedes durch. Das Duo behielt beim Renndebüt des Mercedes-AMG gegen die beiden Audi R8 des Teams Montaplast by Land-Motorsport mit Connor De Phillippi (23, USA)/Christopher Mies (26, Heiligenhaus) sowie Peter Hoevenaars (20, NL)/Marc Basseng (37, Löbau) nach einem Last-Minute-Überholmanöver die Oberhand. "Wir hatten gehofft, gut in die Saison zu starten, aber einen Sieg nicht erwartet", jubelte Luca Ludwig, der den Mercedes-AMG ins Ziel fuhr. "Beim finalen Überholmanöver kurz vor Ende bin ich einfach auf volles Risiko gegangen, und es hat haarscharf für die Führung gereicht."


Fotos: ADAC GT Masters

Sebastian Asch war völlig überracht: "Ganz ehrlich - ich hatte hier mit einer Audi-Party gerechnet. Die hatten bisher an diesem Wochenende den stärksten Eindruck hinterlassen. Umso glücklicher bin ich, dass wir diesen Sieg errungen haben. Mein Start war etwas unglücklich. Ich habe mich im Kampf mit Konkurrenten ein wenig aus der Spur drängen lassen. Dafür haben die Strafe kassiert, von der ich erst beim Fahrerwechsel erfahren habe. Ich dachte, wir hätten keine Chance mehr. Aber Luca hat in der zweiten Rennhälfte alles gegeben und Platz um Platz gutgemacht."

Beim Sprint nach dem Start auf die erste, enge Kurve in Oschersleben setzte sich überraschend Fabian Hamprecht (20, Hagen/Bentley Team ABT) im Bentley Continental von Startplatz vier durch und ging als Führender in die erste Runde, gefolgt von Asch im Mercedes-AMG. Polesetter De Phillippi fand sich im Audi R8 auf Rang drei wieder. Auf den Rängen vier bis sechs folgten Markus Winkelhock (35, Berglen-Steinach/Phoenix Racing) in einem weiteren R8, Patrick Kujala (19, FIN/Bonaldi Motorsport) im Lamborghini Huracán und Patrick Assenheimer (23, Heilbronn/Callaway Competition) in einer Corvette C7.

Hamprecht führte bis zum Fahrerwechsel, musste beim Pflichtboxenstopp aber ebenso wie Asch eine Fünf-Sekunden-Strafe nach einem Startvergehen absitzen. Dadurch übernahm Mies im Audi in der zweiten Rennhälfte die Führung. Für Spannung sorgte dann eine Safety-Car-Phase nach einem Ausrutscher von Rahel Frey (30, CH). Ludwig erhielt im Mercedes-AMG wieder den Anschluss an den Spitzenreiter und setzte den Audi-Piloten in einem rundenlangen Duell unter Druck. In der vorletzten Runde wagte Ludwig dann einen Angriff und überholte seinen Kontrahenten spektakulär. Der Titelverteidiger verteidigte seine Führung bis ins Ziel und bescherte seinem Team einen Saisoneinstand nach Maß. De Phillippi/Mies folgten auf Platz zwei. Das Team Montaplast by Land-Motorsport durfte sich dabei über eine starke Teamleistung freuen: Mit einem perfekten Boxenstopp und einem starken Rennen von Peter Hoevenaars und Marc Basseng feierten die ADAC GT Masters-Neueinsteiger einen weiteren Podestplatz. Das war nicht der einzige Erfolg für die Audi-Mannschaft: De Phillippi/Mies und Hoevenaars/Basseng belegten auch die ersten beiden Positionen in der neuen Junior-Wertung. Pech hatte hingegen das Bentley-Duo Hamprecht und Guy Smith (41, GB), die nach einem Tempoverstoß in der Boxengasse und anschließender Durchfahrtsstrafe nicht mehr um den Sieg kämpfen konnten. Die Ränge vier und fünf belegten Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (27, A/beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche 911 respektive Jesse Krohn (25, FIN) und Martin Tomczyk (34, Rosenheim/beide Schubert Motorsport) im BMW M6.

Luca Ludwig: "Unser Boxenstopp hat gut funktioniert. Anschließend sind mir ein paar Überholmanöver gelungen. Ich hatte mich mit Rang zwei zufrieden gegeben. Dann kam die Safety-Car-Phase und plötzlich war ich wieder am Führenden dran. Ohne das Safety Car hätten wir keine Chance mehr gehabt. Beim letzten Überholmanöver bin ich volles Risiko gegangen - und es hat geklappt. Dieser Sieg war hart erkämpft."
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