Falsch entsorgte Gummbänder - weiterhin Gefahr für Vögel

Umwelt Von Extern | am Mo., 27.07.2020 - 12:47

LEIFERDE. Nach dem ersten Vorfall Anfang dieses Monats ist im NABU-Artenschutzzentrum ein erneuter Fall von Gummibändern bei einem Jungstorch zu verzeichnen. Dieser wurde aus Weyhausen eingeliefert. Er lief eine Woche vor dem Flüggewerden auf der Weide unter dem Nest herum. Sein Nestgeschwister wurde zum gleichen Zeitpunkt tot, komplett zerrupft, unter dem Nest aufgefunden. Dort wurden auch zwei Gewölle mit Gummibändern entdeckt.

Der noch lebende Jungstorch wurde nach Leiferde gebracht und befand sich in einem lethargischen Zustand. Am Wochenende hat er ein Gewölle geworfen, in dem sich zahlreiche Gummibänder befanden. „Einen guten Eindruck macht er immer noch nicht“, so Bärbel Rogoschik vom NABU-Artenschutzzentrum. „Wir vermuten, dass er noch mehr Gummiringe im Verdauungstrakt hat.“

Als Quelle für Gummibänder komme die nahegelegene Deponie Wolfsburg in Frage. Da Störche Gummibänder als Würmer ansehen und diese aus diesem Grund aufnehmen, bitten die Tierschützer, Gummibänder nicht mit dem Kompost zu entsorgen, sondern diese im Normalmüll (am besten in einer Tüte gesammelt) zu entsorgen. Auch Gemüse oder Schnittblumen, die mit Gummibändern gebündelt werden, müssen zur Entsorgung getrennt von den Bändern entsorgt werden. Passiert das nicht, kann dies Störchen – aber auch anderen Tieren – das Leben kosten.