"Gute Voraussetzungen für den Weiterbestand von Kunst und Bühne nach Rücktritt zweier Vorstandsmitglieder"

Leserbeiträge Von Redaktion | am Fr., 28.06.2019 - 21:52

Leserbeitrag von Angelika Spanholtz zur Entwicklung in Kunst & Bühne (CELLEHEUTE berichtete), bezugnehmend auf einen Artikel in der Celleschen Zeitung vom 20. Juni 2019:

"Gute Voraussetzungen für den Weiterbestand von Kunst und Bühne nach dem Rücktritt zweier Mitgliederinnen des Vorstands. Herr Bierschwale weist ganz zurecht darauf hin, dass der Erhalt von Kunst und Bühne einen großen Arbeitsaufwand und viel Engagement erforderte und weiterhin erfordern wird. Der Erhalt von Kunst und Bühne ist ein beispielhaftes und erfolgreiches Beispiel für das Gelingen eines bürgerschaftlichen Engagements für die Förderung kultureller Vielfalt.

Als ein Gründungsmitglied der ersten Stunde, das die Arbeit des Vereins in der ersten Laufzeit mit großer Freude, Unterstützung und Zuversicht begleitet hat, sehe ich die Darstellung von Herrn Bierschwale sehr kritisch und frage mich, welche Absicht er mit dieser einseitigen und polemischen Art der Darstellung verfolgt.

Karin Skradde, Gerda Konert, und Brigitte Hildebrand - die in dem Artikel von Herrn Bierschwale gar nicht erwähnt wird - wurden von den Vereinsmitgliedern mit großer Mehrheit in den Vorstand gewählt. Skradde (1.Vorsitzende) und Konert (Organisation) nehmen ihre Aufgaben seit ihrer Wahl auf der Gründungsversammlung konstant mit großer Umsicht und dem notwendigen Verantwortungsgefühl gegenüber den 147 Mitgliedern und der von ihnen gezahlten Beiträge bis heute wahr. Sie bemühen sich um einen Zuwachs an Mitgliedern und sammeln Spenden. Sie haben die Gesamtsituation von Kunst und Bühne im Blick.

Frau Nieskens und Frau Schöllchen, die nach dem Rücktritt zweier Vorstandsmitglieder nachträglich in den Vorstand für die Aufgaben der Schatzmeisterin bzw. der Programmgestaltung gewählt wurden, haben ihre Mitarbeit mit sehr großem Engagement aufgenommen und nun wieder aufgekündigt. So bedauerlich dieser Schritt sein mag, war er doch für einige Mitglieder abzusehen. Der von Herrn Bierschwale als „Krach“ bezeichnete Zwist hat seine Ursachen m.E. wohl maßgeblich darin, dass die beiden nachgewählten Vorstandsvertreterinnen ausgehend von einer sehr umfangreichen Programmgestaltung zunehmend einen Alleinsanspruch auf die Gestaltung des Vereins geltend machten, Tempo, Inhalte und Vorgehensweise bei der Umsetzung der Vereinsidee vorgaben. Die Arbeit im Team und die Kommunikation mit dem restlichen Vorstand gestaltete sich erkennbar schwierig. Hildebrandt stellte ihre Mitarbeit vorübergehend ein, ein weiteres Vortandsmitglied Manuela Mast (Öffentlichkeitsarbeit) trat aus dem Vorstand aus, da die Zusammenarbeit mit den Programmverantwortlichen keinen Gestaltungsraum mehr zuließ.

In der Außendarstellung des Vereins entstand und entsteht beabsichtigt - nun erneut durch den Artikel von Herrn Bierschwale - der Eindruck, der gelungene Start von Kunst und Bühne sei vornehmlich das Verdienst der Programmgestaltenden Nieskens und Schöllchen, wenngleich letztere als Schatzmeisterin nachgewählt worden war, sich jedoch auf die Programmgestaltung konzentrierte.

Ein verantwortlicher Umgang mit den Beiträgen der Vereinsmitglieder bedeutet jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Vereins bei der Ausrichtung der Programmgestaltung stets mit zu bedenken, da die finanzielle Entwicklung die Zukunftsfähigkeit von Kunst und Bühne bestimmen wird. Der Verein muss zunächst seine Kosten decken, anstatt mit einem nicht bezahlbaren Programm zu glänzen.

Daher ist die Nachbesetzung von Pauls als Schatzmeister notwendig, um den finanziellen Stand des Vereins zu klären und zukünftig in kompetente Hände zu legen.

Zu keinem Zeitpunkt der Gründung bzw. des Bestehens des Vereins spielte die Parteimitgliedschaft einiger Vorstandsmitglieder nach meiner Kenntnis bei der Vereinsgestaltung eine Rolle. Mit der Einschätzung, Kunst und Bühne entwickle sich zu einem „SPD-Vereinsheim“, formuliert Herr Bierschwale eine Unterstellung, ohne irgendwelche Belege dafür anzuführen.

Ich kann nur hoffen, dass die aufmerksame Leserschaft und insbesondere die Mitglieder von Kunst und Bühne, sich durch die einseitige Darstellung der Entwicklung nicht verunsichern lassen. Kunst und Bühne hat gute Chancen auch in der nächsten Saison zu bestehen!"