NIENHAGEN. Acht junge Menschen mit hoher Dichterkunst begeisterten die vielen Besucher beim Poetry-Slam am Rathauspark in Nienhagen. Nur schwer war aus dem Beifall der Zuhörer der Sieger zu ermitteln. Den ersten Dichterwettstreit HACHELESS in Nienhagen gewann letzlich Martin Frank aus Hildesheim vor Kristina Fischer aus Celle. Auch der aus Nienhagen stammende Nachwuchsdichter Lucas Disselhoff überzeugte mit seinem Beitrag. Eine tolle Moderation der belgischen Künstlerin Jesse James La Fleur gab dem fairen Wettstreit den würdigen Rahmen.

Anspruchsvolle Texte schallten durch den Rathauspark, das Zentrum des Dorfes wurde für gut zwei Stunden zur Speakers-Corner. Stimmengewaltig, laut und fordernd – dann wieder dezent und leise -vermochten es die Künstler, die eine oder andere Botschaft gut verpackt unter die Zuhörer zu senden. Es ging um menschliche Lebensentwürfe und Schicksale, um das schwarze Schaf in der Gesellschaft, das Leben einer Eintagsfliege, um detektivische Arbeit und natürlich um Liebe, um Streiten und Vergeben.

Der Sieger Frank Martin durfte von Bürgermeister Jörg Makel  als Slam-Preis die originale Fälschung des Stabes des Hachmeisters mit nach Hause nehmen. Das Hachedorf Nienhagen hat jetzt in der Poetry-Slam-Szene somit „seinen“ Namen. „Ich freue mich, dass wir mit den diesjährigen Kunst-und Kulturtagen auch der Poesie ihren Raum schenken durften und wir jungen Künstlern ein kritisches, aber auch mitgehendes und Beifall gebendes Publikum bieten konnten“, zieht Jörg Makel Bilanz. Wenn eine junge Künstlerin dazu aufrufe, im Leben zum Kämpfen bereit zu sein – aber ohne Schwert – sondern mit dieser Aufforderung allein den Kampf um die Liebe fordere, weil es ohne Liebe keine Welt  mehr gebe, dann wisse man, das mit solchen Menschen diese Welt noch eine Chance verdient habe, ist Nienhagens Bürgermeister überzeugt.

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