CELLE. Hambühren soll eine Außenstelle des Hermann-Billung-Gymnasiums ab dem Schuljahr 2020/2021 erhalten, beschloss gestern der Kreistag. Die dreizügige Außenstelle soll Raum für die Klassen fünf bis sieben bereitstellen. Außerdem steht die Frage im Raum, ob für den Westkreis ein weiteres Gymnasium geschaffen werden kann, ohne den Bestand der vier Gymnasien in der Stadt zu gefährden. Dafür müsste ein anderer Standort im Westkreis gefunden werden.

Die Außenstelle wird in den leerstehenden Räumen der ehemaligen Haupt- und Realschule an der Versonstraße entstehen. Damit werde der Raumnot des HBG Einhalt geboten. Das HBG unterstütze die Pläne vollkommen, so Landrat Klaus Wiswe. Für die Schaffung der Außenstelle stimmten die CDU, FDP und AfD, während sich die Grünen und SPD dagegen aussprachen. Die WG enthielt sich.

Die SPD verlangte vor einem Beschluss die Einbeziehung der Eltern. „Die Eltern dürfen nicht außen vor gelassen werden. Die konkrete Fragestellung ist doch: Welche Schulform wollen die Eltern für ihr Kind?“, verlangte Maximilian Schmidt, SPD, eine Elternabfrage. Für den CDU-Fraktionschef Torsten Harms ist das „zu kurz gesprungen“: „Der Westkreis beeinflusst Bergen und das Angebot in Hermannsburg“.

Für die WG sind entscheidende Fragen nicht ausreichend geklärt. „Eine gymnasiale Oberstufe an der IGS in Celle könnte Auswirkungen auf die Schülerströme haben“, gab Ulrich Kaiser zu Bedenken. Zumal die Oberschule in Winsen vor Veränderungen stehe, die abzuwarten seien.

„Die HBG-Außenstelle ist ein erster und wichtiger Schritt. Sie könnte die Keimzelle für ein Westkreis-Gymnasium sein“, so Hubertus Bühmann für die CDU. Anatoli Trenkenschu von der AfD teilte diesen Vorschlag: „Wir wollen auf lange Sicht ein Gymnasium im Westkreis“.





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