ELMinar für Mitarbeitende in der Jugendarbeit: Handy-Aktion Niedersachsen

Religion Von Extern | am Fr., 18.09.2020 - 16:32

HERMANNSBURG. Das nächste onlinegestützte ELMinar steht am 23. September um 15:30 Uhr ins Haus: Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) informiert darin im Rahmen seiner neuen digitalen Seminarreihe über eine besondere Handy-Aktion in Niedersachsen. „Mein (kleiner) Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Vermeidung von Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörungen im globalen Süden“ – dazu will das ELM in diesem ELMinar animieren und spricht dabei vor allem Pastor*innen, Diakon*innen, Lehrer*innen, Jugendgruppenleiter*innen und andere Multiplikator*innen, die mit Jugendlichen arbeiten, an.

Das ELMinar bietet zunächst eine Einführung in die Handy-Aktion Niedersachsen: Was sind die Ziele und wie funktioniert sie? Es werden Beispiele für die Arbeit mit Jugendlichen zum Thema Nachhaltigkeit und Handykonsum vorgestellt, unter anderem ein Online-Seminar für Konfi-Gruppen und Kirchengemeinden der Werkstatt Ökumenisches Lernen (WÖL) des ELM oder Aktionstage für Schulklassen des Jugend-Aktions-Netzwerkes-Umwelt-und-Natur Hannover (JANUN e.V.).

Zum Hintergrund von Handy-Aktion und ELMinar teilt das Missionswerk mit: Der Rohstoff- und Ressourcenverbrauch von Mobiltelefonen und anderen Elektrogeräten hat sehr direkte Auswirkungen sowohl auf die Arbeits- und Lebenssituation vieler Menschen als auch auf Natur und Umwelt im globalen Süden. Die verschiedenen Schritte in der Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen gehen häufig mit Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörung einher.
Dabei stehen Mobiltelefone beispielhaft für die globalen Auswirkungen unseres Konsumverhaltens und Ressourcenverbrauchs in Deutschland. Als besonders weit verbreitetes und kurzlebiges Technikprodukt lassen sich weltweite Zusammenhänge in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit besonders gut am Thema „Handys“ veranschaulichen.

Mit der Handyaktion möchte ein niedersächsisches Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen, zu dem auch das ELM gehört, die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Handykonsums und der Handyproduktion thematisieren und Handlungsmöglichkeiten ins Blickfeld rücken: Woher kommen die Rohstoffe, die für elektronische Geräte benötigt werden? Welche Folgen hat der Rohstoffabbau für Menschen und Umwelt? Unter welchen Bedingungen werden Mobiltelefone hergestellt? Wie werden Handys entsorgt? Welche Möglichkeiten der Weiternutzung, des Reparierens, Recyclings gibt es? Gibt es faire und umweltfreundliche Handys? Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir als Konsument*innen, die Unternehmen, die Politik?

„Gemeinsam mit Multiplikator*innen aus der Bildungsarbeit, Schulen, Konfirmand*innen, Kirchengemeinden, Kommunen u.a. möchten wir uns mit diesen Fragen auseinandersetzen“, so Tobias Schäfer-Sell, ELM-Referent für Advocacy. „Das Ziel ist dabei eine Sensibilisierung für Gerechtigkeitsfragen in der Einen Welt und ein möglichst wenig Schaden anrichtender und nachhaltiger Umgang mit Handys und Co.“

Anmeldung unter Nennung der E-Mail, des Vor- und Nachnamens bei Kornelia Pufal an:  k.pufal(at)elm-mission.de

Weitere Informationen: Globales Lernen mit der Handyaktion Niedersachsen https://www.handyaktion-niedersachsen.de