CELLE. „Von wo aus alles geschah…“ – Die Evangelische Stiftung Neuenhäusen lädt ein zu zwei Lesungen und Gespräch mit Prof. Hans-Helmut Decker-Voigt über ein bedeutendes literarische Werk zum Reformationsjubiläum 2017. Die Neuenhäuser Kirche und das alte Pfarrhaus sind das Zentrum der Geschehnisse der letzten beiden Pfarrhausromane von Hans-Helmut Decker-Voigt, die die dramatischen Ereignisse 1933-1946 umfassen. Der in diesem Pfarrhaus aufgewachsene Autor liest und spricht mit den Zuhörern am Donnerstag, 19. Oktober um 19.30 Uhr in der Neuenhäuser Kirche, Kirchstraße 50 in Celle.

Am Freitag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr, lädt die Evangelische Stiftung Neuenhäusen alle an Vergangenheit und Gegenwart der „Neuenhäuser Kirchengeschichte“ Interessierten  herzlich ein in den Gemeindesaal, Kirchstraße 2, zum Gespräch mit Hans-Helmut Decker-Voigt. Selbst ein „Neuenhäuser Kind“, gibt er Einblicke in die Neuenhäuser Geschichte mit Photo- und Dokumentationsmaterial. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Um Spenden zugunsten der Evangelischen Stiftung Neuenhäusen wird gebeten.

„Es ist DAS literarische Werk zum Reformationsjubiläum 2017“, schrieb das „Deutsche Pfarrerblatt“ über das neue Werk. „Eine Psychologie des Pfarrhauses in Romanform, die historisches Material poetisiert und den Leser bannt!“. Der Großvater des Autors war der Neuenhäuser Pastor Voigt, der nach seiner Zusammenarbeit mit Friedrich von Bodelschwingh in Bethel bis 1933 von Neuenhäusen aus bis 1945 Obmann der Bekenntnisgemeinschaft der Landeskirche Hannover war und nicht erst durch seine Judentaufen in den Dauerfokus der Gestapo geriet.

Das Pfarrhaus: Sieben Kinder, Söhne an den Fronten, einer davon Gott und seinen Führer heiß liebend und beim Führer eingeladen, ein Schwiegersohn aus einer Familie mit hohen Nazis, der vom Obersturmbannführer zum Pastorenberuf wechselt und sich kirchlichem Widerstand anschließt, Aufbau eines Netzwerks mit Offizieren, Theologen der katholischen und reformierten Kirchen, ständige Gestapo-Überwachung und schwere Familienkrisen auch im Vorbild „Glashaus Pfarrhaus“ – davon handelt das Buch. Der Theologe und Dichter Detlev Block: „Mir ist noch nie eine so hingebungsvolle und aufrichtige Biografie meines langjährigen Berufes begegnet.“ Mehr als drei Jahrzehnte hat der Pfarrerssohn und –enkel Hans-Helmut Decker-Voigt genau hingeschaut und später Briefwechsel, Chroniken, Predigten, Tagebücher aus fünf Jahrhunderten seiner norddeutschen Familiengeschichte studiert – er komponiert daraus nun sein literarisches Großprojekt (s. www.das-pfarrhaus.de). Der jetzt emeritierte Hamburger Lehrstuhlinhaber ist dreifacher Ehrendoktor, seine Fachbücher sind in 15 Sprachen übersetzt. Das Romanwerk erscheint noch 2017 in russischer Sprache.

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