BANNETZE/THÖREN. Bernd Harding, Mitglied des Gemeinderates Winsen/Aller sowie des Ortsrates Thören/Bannetze schreibt zu den Entwicklungen seit der Kommunalwahl am 11. September:

„In den Ortsrat Thören/Bannetze wurden am 11. September gewählt: ein Mitglied aus den Reihen der Grünen, ein weiteres ohne Parteizugehörigkeit, zwei Kandidaten von der Bannetzer Wählerliste und fünf Christdemokraten. Die CDU war mit Bewerbern aus beiden Ortschaften zur Kommunalwahl angetreten. Mit Stimmen aus beiden Dörfern wurde schließlich diese klare absolute und damit gestaltende Mehrheit erreicht.

Diese neun direkt gewählten Ortsratsmitglieder werden in dieser Ratsperiode um zwei weitere Männer aus Bannetze ergänzt, die von den Wählern in den Winser Gemeinderat entsandt worden sind. Damit gehören sie nach Gesetz und Satzung dem Ortsrat ihres Wohnortes automatisch als beratende Mitglieder an. Was vielfach übersehen wird: auch diese Personen stimmen bei nahezu allen Entscheidungen des Ortsrates mit, allerdings auf einer anderen Ebene, nämlich im Gemeinderat. Ansonsten besitzen sie die Rechte und Pflichten eines regulären Ortsratsmitgliedes.

Eine Kampagne zugunsten des Listenführers aus der Wählergemeinschaft und gegen den CDU-Mann aus Bannetze verschärfte die Stimmung in den gut drei Wochen vor der ersten Sitzung des Ortsrates erheblich. Dies führte zu der Entscheidung, die Stellvertretung des Ortsbürgermeisters anders als erwartet zu gestalten, um zur Beruhigung im Dorf beizutragen.

Zwischenzeitlich hatten die zwei Vertreter aus der Wählerliste und der Kollege von den Grünen eine gemeinsame Fraktion bzw. Gruppe gebildet mit dem Ziel, den Vertreter des Ortsbürgermeisters zu stellen. Um dies zu erreichen sollten die CDU-Ortsratsmitglieder dem zustimmen oder sich der Stimme enthalten. Als es anders kam, stürmte die Dreiergruppe wütend aus dem Saal. Mittlerweile liegt deren kollektiver Mandatsverzicht vor, der nach eigenem Bekunden bereits vor Wochen vorsorglich für diesen Fall unterschrieben worden war.

Für Anfang Januar wird der Ortsbürgermeister zusammen mit seinem Stellvertreter zu einer Versammlung in das Dorfgemeinschaftshaus einladen, um die Vorhaben des neuen Jahres zu besprechen. Dann wird sich zeigen, dass es in Bannetze freundlich und ungiftig weitergeht, allen Unkenrufen zum Trotz.“

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