HAMBURG/CELLE. Das Format „Unsere Geschichte – Hausbesuch“ erzählt die Geschichte bedeutender Dörfer, Straßen und Stadtviertel und taucht ein in den Alltag der heutigen Bewohner – in opulenten Bildern und mit neuen Perspektiven. So liefert eine ferngesteuerte Kamera-Drohne Aufnahmen der alten Gebäude. Lang zurückliegende Ereignisse werden in aufwändigen so genannten Graphic Novel-Elementen wieder lebendig. In der 45-minütigen Doku geht es um die Geschichte der Stadt Celle und heutige Bewohner, die alte Häuser restaurieren – unter ihnen auch Dörte Hirschfeld vom „Alten Provisor“ und das emsige Ehepaar Kriegerowski.

Die Folge am 21.2. führt zu uns nach Celle. Der NDR schreibt dazu: „Heute wohnen in den Gebäuden voller Geschichte vor allem Menschen, die mit viel Mühe und Enthusiasmus erhalten und wiederbeleben, was viele Touristen anlockt: Über 400 denkmalgeschützte Fachwerkhäuser. So, wie das Ehepaar Kriegerowski: Über ein Jahr brauchten sie allein, um das Erdgeschoss des 450 Jahre alten Fachwerkhauses zu renovieren. In dem verschachtelten Viertel der Stadt lebten früher die sogenannten Ackerbürger – mitunter mit ihrem Vieh. Tagsüber aufs Feld, abends zurück in die Stadtwohnung. Früher gab es Gärten in den Innenhöfen, später wurden sie überbaut. Die Wohnungsnot drückte den Grundrissen ihren Stempel auf und Celle war schon damals angesagt in Norddeutschland.

Auch, weil Herzog Georg Wilhelm das barocke Äußere des Celler Schlosses plante, aber frei leben wollte und deshalb auf die Thronfolge verzichtete. Im Gegenzug versprach er 1658 nie zu heiraten. Eine Verpflichtung, die er 18 Jahre später brach, um eine Französin von niederem Adel nach Celle zu holen und doch zu ehelichen. Celle erhielt französisches Flair und bot den in Frankreich verfolgten Hugenotten Schutz. Auch ihre Spuren finden sich noch heute in der niedersächsischen Residenzstadt, die einst gar nicht dort stand, wo heute so viele Touristen dem Charme der Altstadt erliegen.“

Unsere Geschichte: Hausbesuch – die Residenzstadt Celle
Sendedatum: Mittwoch 21.02.18 um 21:00 Uhr im NDR

 

Fotos: Heike Nikolaus

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