HERMANNSBURG. Gestern kam der Finanzausschuss der Gemeinde Südheide zusammen. Unter anderem stand der Haushalt 2017 auf der Tagesordnung. Zuvor musste allerdings noch der Jahresabschluss für den Haushalt 2014 zur Kenntnis genommen, beschlossen und dem Bürgermeister hierfür Entlastung erteilt werden. Uwe de Klark (Bündnis 90/Die Grünen) hatte beantragt, diesen Tagesordnungspunkt in nicht öffentlicher Sitzung zu beraten. Der Punkt wurde auf Anraten der Verwaltung dann sowohl öffentlich – in Kurzfassung und mit einstimmiger Zustimmung – als auch im Anschluss noch in nicht öffentlicher Sitzung behandelt.

Dem Jahresabschluss 2015 und der Zuführung der Überschüsse zu den Rücklagen konnte das Gremium ohne Bedenken öffentlich zur Kenntnis nehmen und ihm zustimmen.

Den Haushaltsentwurf für 2017 stellte Kämmerer Rainer Kirchhoff vor. Der Ergebnishaushalt beinhaltet Erträge und Aufwendungen in Höhe von jeweils ca. 15,3 Millionen Euro, wobei man derzeit mit immerhin 900 Euro Überschuss rechnet. An größeren Investitionen sind 1 Million Euro für ein neues Feuerwehrhaus, 230.000 Euro für ein Feuerwehrfahrzeug sowie 400.000 Euro für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Baven eingeplant. Wären da nicht „Altlasten“ – Schulden in Höhe von rund 12 Millionen Euro – stünde die Gemeinde gar nicht schlecht da. Liquiditätskredite laufen derzeit nicht mehr; im Zuge der Fusion von Hermannsburg und Unterlüß wurden diese durch das Land getilgt. Kirchhoff verwies auf eine Steuerquote von 70 Prozent für das kommende Jahr. Damit nimmt die Gemeinde 70 Prozent ihrer Erträge aus Steuern ein. Für 2017 sind Einnahmen von 3,8 Millionen aus der Gewerbesteuer angesetzt, hinzu kommen Grundsteuer A und B.

Kirchhoff wies darauf hin, dass der Bereich der Kindertagesstätten mit 1,25 Millionen Euro bei den Aufwendungen immerhin ein Achtel des Gesamthaushaltes ausmache. Wesentlich größer ist aber der Anteil aus dem Haushalt, der in die Kreisumlage fließt: Über ein Drittel der Erträge wird darüber umverteilt. Aber „haben ist besser als brauchen“, kommentierte ein Ausschussmitglied diesen Posten. Diskussionsbedarf schien zu dem Zahlenwerk nicht gegeben; es gab lediglich ein paar Nachfragen hinsichtlich noch nicht aktualisierter Einzelposten. Dem Rat wird das Zahlenwerk zur Verabschiedung empfohlen.

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