KASSEL/CELLE. „Wer glaubt, Kunst bestehe immer nur aus Bildern oder Fotografie, der liegt hier leider falsch.“ Zu dieser Erkenntnis kamen die Schüler des Hermann-Billung-Gymnasiums, die der documenta in Kassel einen Besuch abstatteten. Dort gibt es allerlei Ausstellungsstücke zu bestaunen, vom kleinen DinA4-Bild bis hin zum begehbaren Tempel aus Büchern, kam hier jeder Besucher auf seine Kosten.

Bei vielen Exponaten ist der eigentliche Hintergedanke nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, stellten die Schüler fest. So fragte sich der Ein oder Andere, wieso dort lange, verknotete, von der Decke hängende Tücher vorzufinden sind oder andauernd weißer Rauch aus einem nahegelegenen Turm entweicht. Doch bei genauerem Hinsehen erkannten die Besucher, dass hinter jedem Stück auch eine Geschichte steckt. „So ist ein in zwei geteiltes Fischerbootswrack nicht gleich nur irgendwas sinnlos Dahingestelltes, denn als man erfährt, dass jedes kleine Accessoire davon eigens per Hand von den Stränden der Küsten aus Dritte-Welt-Ländern gesammelt worden ist, erkennt man, dass dies beispielsweise auf die aktuelle Lage der Flüchtlingskrise aufmerksam machen soll. Erst durch diese Erkenntnisse wird einem klar, dass Kunst nicht nur zwangsweise für das Auge, sondern auch als Gedankenausdruck oder Denkanregung zu verstehen ist“, fasst Fabian Witt zusammen. Angesichts der vielen Erkenntnisse und Eindrücke, war der Ausflug dorthin auf jeden Fall mehr als lohnend“, so die Schüler.

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