CELLE. Es war ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt für die Celler Tischtennisasse vom TuS Celle 92. Am vergangenen Sonntag konnte der Aufsteiger den Meister der letzten Saison in eigener Halle bezwingen. Die Saarbrücker mussten dabei auf zwei ihrer besten Spieler verzichten, da Tobias Rasmussen und Tomas Polansky für die erste Mannschaft eingeplant waren. Aus dieser Gegebenheit sollten die Celler Profit schlagen.

Der Doppelfluch der Herzogstädter ist beendet! An den vergangenen zwei Spieltagen waren die beiden Doppel jeweils mit nur zwei Punkten Differenz im Entscheidungssatz verloren worden, sodass es mit einem 0:2 Rückstand in die Einzel ging. Anders an diesem Sonntag: Die weiterhin gesetzte Paarung Hippler/Hohmeier konnte sich mit 3:1 gegen das belgisch-slovenische Doppel Cnudde/Hribar durchsetzen, während das neu formierte Doppel Meissner/Hölter das saarländische Spitzendoppel (Zatowka/Semenov) mit 3:0 bezwingen konnte.

Mit dieser 2:0 Führung im Rücken konnte das obere Paarkreuz befreit aufspielen. Cedric Meissner konnte überraschend die Nummer 16 der U21-Weltrangliste, Partryk Zatowka, mit 3:1 bezwingen und zeigte dabei eine überragende Leistung. Am Nebentisch setzte sich Fedor Kuzmin im „russischen Duell“ deutlich mit 3:0 gegen Andrey Semenov durch. Es ging also mit einem deutlichen 4:0 Vorsprung in die Pause.

Nach der Pause kam es zum Duell der Nummer 22 und 23 der U21 Weltrangliste. In einem hochklassigen Spiel mit spektakulären Rückhand-Rückhand-Duellen gewann am Ende der Belgier Florian Cnudde mit 3:1 gegen Nils Hohmeier. Tobias Hippler verspielte zwar im zweiten Satz drei Satzbälle, setzte sich jedoch trotzdem deutlich mit 3:1 gegen den Slowenen Peter Hribar durch. Fedor Kuzmin zeigte im nächsten Spiel die beste Leistung mit TuS-Trikot, bis ihm beim Stand von 2:0 und 9:5 gegen Patryk Zatowka die eigene Wade einen Strich durch die Rechnung machte. Während eines spektakulären Ballwechsels schickte Zatowka den russische Spitzenspieler in die Vorhandecke, Kuzmin machte einen langen Schritt und fasste sich danach sofort an die Wade. Der Pole spielte in der Folge die körperliche Unterlegenheit seines Gegners clever aus und verstrickte ihn immer wieder in lange Ballwechsel, um somit den 3:2 Sieg zu verbuchen. Da Cedric Meissner am Nebentisch gegen Andrey Semenov aber nichts anbrennen ließ, fiel Kuzmins Verletzung nicht weiter ins Gewicht und der 6:2 Sieg der Blau-gelben stand zu Buche.

Der zweite Sieg der Jungs von der Aller war ein wichtiger Schritt im Abstiegskampf nach zuletzt drei Niederlagen in Folge. Es bleibt für Celle nur noch zu hoffen, dass Fedor Kuzmin zum Auswärtsspiel bei Mainz 05 am 18.11. wieder fit ist.



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