Was gibt's Neues zu Corona? Helfried H. Pohndorf schreibt an Bürger im Flotwedel

Gesellschaft Von Extern | am Fr., 12.06.2020 - 15:59

FLOTWEDEL. "Was gibt’s Neues zu Corona?" - Mit dieser Frage überschreibt Helfried H. Pohndorf, Samtgemeindebürgermeister im Flotwedel, einen Brief an die Bürger, in dem er seine Gedanken, Wünsche und Pläne in der aktuellen Corona-Lage erläutert:
 
"Um ein paar Tage differieren die Meinungen, wann das Coronavirus erstmals auftauchte. Fakt ist, das kleine Virus hält uns, Deutschland und die Welt schon im sechsten Monat in Atem. Bis heute haben wir in Deutschland gemeinsam überwiegend doch recht konsequent und effektiv das Coronaproblem weitgehend in Schach halten können. Schützenfeste und - nachfeiern, 1.Mai-Feiern, Bockpalast und andere das Flotwedel prägende Veranstaltungen sind abgesagt.

Seit einiger Zeit werden die Einschränkungen jedoch seitens des Landes gelockert, der Umgang mit der Gesundheitsbedrohung wird etwas laxer gehandhabt als noch vor ein paar Wochen. Eine Landesverordnung jagt die andere und man müsste manchmal mehrere Fassungen nebeneinander legen, um einigermaßen zu wissen was Sache ist! Ich beurteile das nicht und ich verurteile das nicht. Ich beobachte es nur, verstehe aber auch die, die auch das zum Anlass nehmen, an der Wirkung der Anordnungen zu zweifeln. Und wenn dann wohl fünf (5) Fussballbundesligaspieler aus der Landeshauptstadt, die noch nicht einmal zum Einsatz kamen, nach dem Spiel allesamt in einem Wagen – Größe nicht bekannt – nach Hause fuhren, wird schon gewitzelt, ob die denn in einem Haushalt leben würden.

Es gibt einen Fahrplan, nach dem das vor Corona gelebte Leben wieder zur Normalität werden soll. Der gilt jetzt erstmal bis zum 22. Juni 2020. Dass diese Version verständlicher wird, kann man hoffen  - aber die stirbt ja schließlich zuletzt. Bei uns allen sollte aber der Gedanke haften bleiben, dass Corona nicht besiegt oder beendet ist. Göttingen oder die Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben machen das exemplarisch immer wieder deutlich.

Niemand soll die Freude am Aufenthalt im Flotwedel und an der Aller genommen werden. Wenn sich alle an die Spielregeln halten und nur mit „angezogener Handbremse“ unterwegs sind können das großartige Tage werden. Meine Erfahrungen zu Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten waren da durchweg positiv. Gute Tage wünsche ich insbesondere unseren Hoteliers und Gastronomen, die in den letzten Monaten ja wirklich existenzgefährdende Zeiten durchgemacht haben. Zweifellos steht auch diese Gruppe im Fokus, die Einhaltung der aktuellen Spielregeln zum eigenen Aufgabenschwerpunkt im Betrieb zu machen. Den Weg in die Normalisierung wünsche ich all jenen, die insbesondere mit Kindern die Widrigkeiten in dieser Zeit meistern, gerade auch wenn Sie nicht systemrelevant sind und keine Erleichterungen in Anspruch nehmen können.

Wichtig ist für mich, dass der Weg in die Normalität weiter gemeinsam angegangen wird. Vonseiten des Staates, von Seiten der Betriebe und Unternehmen und von Seiten der Bevölkerung. Es kann nur gemeinsam gelingen, in die angenehmen Selbstverständlichkeiten der Vor-Coronazeit zurück zu finden. Das Thema wird uns wohl noch einige Zeit von Woche zu Woche aufs Neue, begleiten: die richtige Balance zu finden zwischen dem allgemeinen Gesundheitsschutz und dem Angebot, normal zu leben. 

Die neuste Rechtslage finden Sie am ehesten immer noch auf der Seite des Landes Niedersachsen unter www.Niedersachsen.de . Für die Wasserbegeisterten kündige ich jetzt schon an, dass wir versuchen zum Beginn der Sommerfreien unser Freibad im Lütersweg , Offensen zu öffnen. Schauen Sie bitte ins Mitteilungsblatt, unsere Homepage oder die örtliche Presse. Dort geben wir den tatsächlichen Freibadstart bekannt.

Den Flotwedelerinnen und Flotwedlern, aber auch unseren Gästen wünsche ich ein aufrichtiges: Bleiben Sie gesund! Sollte es Ihnen zur Zeit nicht so gut gehen – werden Sie gesund!"