Henning Otte mit stellv. CDU-Bundesvorsitzenden Silvia Breher zu agrarpolitischen Fachgesprächen in Baven

Politik Von Extern | am Do., 02.09.2021 - 21:04

BAVEN. Auf Einladung des heimischen Bundestagsabgeordneten Henning Otte kam Silvia Breher, stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag, auf den Hof von Kreislandwirt Carsten-Wilhelm Drewes nach Baven. 

Zunächst wurden Otte und Breher ein Überblick über die landwirtschaftlichen Strukturen im Landkreis Celle geboten. Im anschließenden agrarpolitischen Fachgespräch ging es um die Themen, die bei den Beteiligten besonders hoch auf der Agenda stehen: So wurde die Feldberegnung ebenso intensiv diskutiert wie die Umsetzung und der Umgang mit dem Herbizidverbot in Naturschutzgebieten. Hier wurde auf den Niedersächsischen Weg verwiesen, den die Bundesgesetzgebung nicht aushebeln dürfe. Es müsse eine Öffnungsklausel geben und auch Ausgleichszahlungen.

Die Wolfsdichte im Landkreis Celle war ein weiterer Themenschwerpunkt. Es herrschte die einhellige Auffassung, dass zumindest regional längst der gesunde Erhaltungszustand gegeben sei. Bei der aktuellen Wolfsdichte gebe es fortlaufend Konflikte mit der Weidetierhaltung. 

Auch die Preise im aktuellen Schweinemarkt mit seinen ruinösen Preisen wurden diskutiert. Gebe es da keine Veränderungen oder Hilfen, werden die Schweinehalter gezwungen aufzugeben. Der Exportmarkt ist aufgrund der Schweinepest in einigen wenigen Bereichen an der Ostgrenze Deutschlands zusammengebrochen, Die Abnahme in Deutschland habe sich aufgrund von Restaurantschließungen bis ins Frühjahr und abgesagten Feiern deutlich verringert und das zeitweise Schließen von Schlachthöfen haben zu einem Stau geführt. Der Einzelhandel nutze seine Marktmacht aus, um die Preise auf das heutige, unwirtschaftliche Niveau zu drücken. Um die Tierwohlrichtlinien im Baurecht umzusetzen, bedürfe es jedoch marktgerechter Preise, bzw. einer finanziellen Unterstützung.

In der thematisch umfangreichen Diskussionsrunde wurde auch die notwendige Anschlussförderung bei Biogasanlagen angesprochen, damit diese künftig weiterhin wirtschaftlich zu betreiben sind.

Text/Fotos: Jörg Grünhagen