Kaufen für Sibirien beim Hermannsburger Missionsbasar

HERMANNSBURG. „Ausverkauft!“, hieß es an vielen Ständen des diesjährigen Hermannsburger Missionsbasars. Und mit über 13.260 Euro lagen die Tageseinnahmen dann auch rund 900 Euro über denen des Vorjahres. Mit dem Geld will das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) kirchliche Projekte in Sibirien unterstützen.

Bei sonnig-mildem Herbstwetter und in bester Kauflaune genossen Hunderte Gäste das liebevoll präsentierte Warenangebot vor und in den Räumen der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie. Dazu trugen wieder die weit über 100 haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei. „Nach wie vor ist die Bereitschaft zur Mithilfe ungebrochen“, freut sich ELM-Referent Horst Hinken, der für die Koordination des Basars verantwortlich ist. "Ohne dieses Engagement wären all die Arbeiten nicht zu schaffen. Und die Nachfrage wächst. Sogar Studierende der Fachhochschule haben sich sehr authentisch eingebracht.“ Damit zeigt sich, dass diese seit neun Jahrzehnten bestehende Veranstaltung immer noch eine feste Größe im Jahreskalender nicht nur des Missionswerks ist. „Dazu hat sicher auch die besondere entspannte Atmosphäre beigetragen“, ist Horst Hinken überzeugt. „Die Gäste haben nicht nur gekauft und die vielen kulinarischen Spezialitäten zu schätzen gewusst, sondern kamen gleichzeitig ins Gespräch, oft mit Menschen, mit denen sie sonst nicht in Kontakt kommen.“

Der Basar hat sich wieder als Treffpunkt für HermannsburgerInnen und Auswärtige gleichermaßen gezeigt. Es wurde gegessen, getrunken und gekauft – ob Kunsthandwerkliches, Gehandarbeitetes, Bücher und Flohmarktartikel, Gebackenes und natürlich Lose für die Tombola, zu der mit großer Bereitschaft Firmen aus Hermannsburg und dem näheren und ferneren Umland mit über 450 Sachspenden beigetragen haben. 

Die musikalische Begleitung durch die Hermannsburger Posaunenchöre komplettierte dann den Basar, sodass dieser zu einem gelungenen Start ins Wochenende wurde. Grund genug für Horst Hinken, rundum zufrieden zu sein, auch hinsichtlich eines besonderen Anspruchs. „Ich denke, dass wir unser Anliegen, besonders nachhaltig zu handeln, gut umgesetzt haben“, so Hinken. „So waren z.B. Plastiktüten und Einweggeschirr gänzlich verbannt, und auch sonst war man bemüht, so wenig  Müll zu produzieren wie möglich. Außerdem wurde auf Regionalität und Umweltverträglichkeit bei der Herstellung der angebotenen Speisen geachtet.“

Zugute kommt der Erlös des Missionsbasars der Arbeit der ELM-Partnerkirche in Russland. Dort sollen verstreut liegende Gemeinden gestärkt und ermutigt werden, neue Ideen umzusetzen oder jungen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen Perspektiven zu geben. 

Auch über den Basar hinaus kann man mit einer Spende den engagierten Aufbau sibirischer Gemeinden durch junge Pastoren in Irkutsk, Tomsk und anderen Orten unterstützen: 
Spendenkonto  IBAN DE54 2575 0001 0000 9191 91 – oder www.spenden-fuer-mission.de, Stichwort: „Sibirien – Basar“. Info: Stephan Liebner, Fundraising, Tel.: (05052) 69-240.