Hermannsburger Missionsbasar im Zeichen von Nachhaltigkeit

HERMANNSBURG. Was hat „Fridays for Future“ mit dem Hermannsburger Missionsbasar zu tun? Nicht allein die Tatsache, dass der 27. September, an dem Letzterer von 14 bis 18 Uhr auf dem Campus der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie (FIT) stattfindet, auf einen Freitag fällt. Tatsächlich setzt das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) bei seinem Basarangebot verstärkt auf Nachhaltigkeit.

„Eigentlich war der Missionsbasar in all den Jahren seiner Existenz immer schon ein Gegenentwurf zur um sich greifenden Wegwerfmentalität unserer Konsumgesellschaft“, sagt Horst Hinken augenzwinkernd. „Ob Flohmarkt, Trödel und Antiquitäten, ob Bücher zum Kilopreis oder die unzähligen, mit viel Liebe und Engagement übers Jahr produzierten kunstgewerblichen und gehandarbeiteten Waren, unsere treuen Basargäste wussten schon immer die Wertigkeit unseres Angebotes zu schätzen.“

Aber es gebe im Sinne der Nachhaltigkeit immer etwas zu verbessern und als lernende Organisation stelle sich das ELM dieser Herausforderung, so Hinken. So achte man darauf, dass ausschließlich fair gehandelter Tee und Kaffee ausgeschenkt werde, Gleiches gelte für das Angebot der Kunstgewerbeartikel z. B. aus dem Ausland oder den Verzicht auf Plastiktaschen. Auch hier gebe es kreative Alternativen wie Stoff- und Papiertaschen, die unter anderem der Missionsnähkreis produziert habe. Und, wo immer möglich, greife man bei der Zubereitung vieler kulinarischer Köstlichkeiten auf Produkte aus örtlichem Anbau ohne Verwendung von Spritzmitteln und Kunstdünger zurück. So dürfen sich Liebhaber- und KennerInnen der guten Küche wieder auf internationale und einheimische Gerichte freuen, ganz zu schweigen von dem riesigen Angebot an Torten und Kuchen der Kaffeestube.

Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Tombola mit mehr als 200 Preisen geben, zu der zahlreiche lokale und regionale Unternehmen beigetragen haben. Darüber hinaus tragen auch das Angebot für Kinder und die musikalische Umrahmung durch den übergemeindlichen Posaunenchor dazu bei, dass die Gäste nicht nur ihre Kauflust befriedigen, sondern auch einen besinnlichen Nachmittag fern vom Alltagsstress erleben können.

Gleichzeitig tragen sie dazu bei, dass das ELM mit dem Erlös in diesem Jahr Projekte in Sibirien unterstützen kann. Dort gilt es, verstreute Gemeinden zu stärken und zu ermutigen, neue Ideen umzusetzen oder jungen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen Perspektiven zu geben. So ist Lisa begeistert: „Die Fahrt zur Jugendkonferenz war spitze! Eine Menge positiver Emotionen, lauter neuer Freunde. Mir haben auch die Lesungen gut gefallen – die waren sehr hilfreich. Es war toll, einfach super! Ich möchte da wieder hin. Ich habe viel Neues gelernt.“

Auch über den Basar hinaus kann man mit einer Spende den Aufbau sibirischer Gemeinden durch junge PastorInnen in Irkutsk, Tomsk und anderen Orten unterstützen: Spendenkonto  IBAN DE54 2575 0001 0000 9191 91 – oder www.spenden-fuer-mission.de, Stichwort: „Sibirien – Basar“. Info: Stephan Liebner, Fundraising, Tel.: (05052) 69-240.