VERDEN/HERMANNSBURG. Pfarrer Markus Nietzke, B.A. aus Hermannsburg wurde am Samstag von der Kirchenbezirkssynode Niedersachsen-West der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Verden zum neuen Superintendenten gewählt. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe“, sagt der 54-Jährige. Er habe Lust zum Gestalten – natürlich nicht allein, sondern wohl überlegt mit den Menschen in den Kirchengemeinden vor Ort und den zuständigen Gremien der Kirche.

Nun wird er mit Amtssitz in Hermannsburg gemeinsam mit anderen Mitarbeitenden sich besonderen Herausforderungen stellen müssen. „Das Wort ‚Strukturwandel‘ ist allgegenwärtig – und wird häufig mit sorgenvollem Blick verwendet“, meint er, „aber Kirche organisiert sich immer neu. Das ist der Kirche nicht fremd.“ Er führt aus: „Man kann auf 2000 Jahre Kirchengeschichte zurückblicken – auch mal rein organisatorisch – und Manches lernen.“ Eine der Herausforderungen bestehe darin, im Kirchenbezirk bis 2022 von elf Pfarrstellen in mehreren Pfarrbezirken auf maximal neun zu kommen – und diese langfristig von Hermannsburg in der Lüneburger Heide bis Hesel in Ostfriesland zu erhalten.

„Im Moment müssen wir mit acht aktiven Pfarrern im Dienst zurecht kommen. Sehr viele engagierte Mitwirkende in den Gemeinden, aber auch Pastoren im Ruhestand schulterten diese Aufgabe jedoch gewissenhaft und in Treue zur Kirche. Das schaffe Zutrauen, auch die bestehenden Aufgaben effektiv und zielorientiert zu lösen. Nietzke, gebürtig aus Südafrika, lebt seit 15 Jahren in der Südheide. Er ist seit acht Jahren berufener Pastor in Bleckmar und Hermannsburg. Am 28. Oktober wird er um 17.00 Uhr in der Kleinen Kreuzkirche Hermannsburg im Gottesdienst in sein neues Amt eingeführt.

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