HILDESHEIM/CELLE/NIENHAGEN. Die Herrenmannschaft des Celler Schwimm-Club e.V. konnte sich in der Landesliga im Deutschen Mannschaftsschwimmen erfolgreich behaupten und belegte am Wochenende Platz vier im Niedersachenvergleich. Die Damenmannschaft aus Nienhagen schwamm auf Platz sechs.

Am Sonntag trafen sich die Mannschaften der Landesliga in Hildesheim, um in die 2. Bundesliga auf- oder in die Bezirksliga abzusteigen. Geschwommen werden die Einzeldisziplinen aus den 13 olympischen Strecken in zwei Durchgängen. Die erzielten Zeiten werden in Punkte umgerechnet und damit die Platzierungen vergeben.

Der Celler SC startete in diesem Jahr sowohl mit einer Herren-Mannschaft, die im vergangenen Jahr schon die Landesliga erfolgreich verteidigt hatte, als auch mit der Damen-Mannschaft, die 2018 frisch in die Landesliga aufgestiegen ist. Das Ziel für den Celler SC war von Trainer Detlef Heidenreich klar vorgegeben: Klassenerhalt. Der Herren-Mannschaft traute der Trainer auch den Kampf um einen Platz unter den ersten drei Mannschaften zu. Waren doch alle Aktiven – selbst diejenigen, die wie so oft durch Ausbildung/Studium nicht voll im Training sind – in den Vorbereitungen mit guten Zeiten dabei.

Mit diesem Mannschaftsgeist und unter dem Motto „Jeder muss mal ran“ starteten Maxim Reimchen, Timm Kielinski, Daniel Meng, Jan und Tim Hartwich, Sebastian Brandt und Leon-Benedikt Schock in einem Wettkampf, bei dem gute Stimmung herrschte. Unter lauter Anfeuerung erreichten die Herren im Zwischenstand Platz sechs. Jedoch konnten sie im zweiten Abschnitt gut aufholen, schwammen erneut weitere Bestzeiten und sicherten sich zu guter Letzt mit 12529 Punkten den vierten Platz. „Dies ist umso ärgerlicher, da zum dritten Platz nur 137 Punkte fehlen“, so Trainer Heidenreich. „Der dritte Platz wäre möglich gewesen.“ Mit diesem vierten Platz sichert sich die Herrenmannschaft den vom Trainer anvisierten Klassenerhalt.

Auch die Damen-Mannschaft, die nach ihrem Aufstieg im vergangenen Jahr erstmals in der Landesliga startete, hatte ein Ziel. Auch sie wollten den Klassenerhalt. Die Schwimmerinnen Leonie Kanus, Catharina Heese, Sina Luzia Schaper, Vanessa Viktoria Ruth, Caroline Grüne und Jana Reimchen konnten sich jedoch vor allem gegen die starken und routinierten Konkurrentinnen aus Hannover und Oldenburg nicht durchsetzen. Sie belegten mit 12421 Punkten den siebten Platz. Ob der Klassenerhalt damit geschafft ist, steht noch nicht fest. Die letzten Wettkämpfe und damit die letzten Entscheidungen über den Auf- und Abstieg werden frühestens am 09.02. vorliegen. Solange heißt es für die Damen zittern.

Insgesamt jedoch ist Trainer Detlef Heidenreich sehr zufrieden mit seinen Aktiven: Alle hätten ihre Bestzeiten geschwommen und die Erwartungen voll erfüllt.

Für den SV Nienhagen gingen elf Schwimmerinnen in der Landesliga an den Start; begleitet wurden sie von ihren Teamkolleginnen und Betreuern, die für lautstarke Unterstützung am Beckenrand sorgten. Die Konkurrenz kam unter anderem aus den großen Schwimmzentren Niedersachsens. Dadurch, dass im letzten Jahr insgesamt drei Mannschaften aus der zweiten Bundesliga in die Landesliga abgestiegen waren und mit der vor zwei Jahren gegründeten Schwimmsparte von Hannover 96 ein starker Konkurrent hinzugekommen war, ging es für den SV Nienhagen zunächst um den Klassenerhalt.

Fleißigste Punktesammlerin für den Verein war Benita Grohmann, die bei vier Starts die meisten Punkte für den SV erschwamm und über 400m Freistil in 4:38,04 auch die beste Einzelleistung erreichte. Ebenfalls vier Starts absolvierten Finja Eller und Carina-Joelle Rumpel. Antonia Plachetzky trug bei drei Starts insbesondere über ihre Hauptlage 100m Freistil in 1:01,33 hohe Punkterfolge bei, ebenso Marit Reckmann, die bei drei Starts auch über 100m Freistil am erfolgreichsten war. Weitere wichtige Beiträge zum Teamerfolg leisteten Lea Exter, Judith Fobbe und Lene Bleich, die routiniert ihre gewohnt guten Leistungen abrufen konnten.

Ihren ersten Auftritt in der Landesliga feierten neben Merle Hinrichs (über die Sprintdisziplin 50m Freistil in beachtlichen 0:28,28) die beiden jüngsten Teilnehmerinnen des SVN: Kjara Reckmann (Jg. 06) und Marlene Werner (Jg. 07). Beide hatten sich durch ihre Leistungen der vergangenen Wochen für die Teilnahme empfohlen und erschwammen über 200m Schmetterling und 400m Lagen (Kjara) sowie 800m Freistil (Marlene) in neuen persönlichen Bestzeiten wichtige Punkte für die Mannschaft. Am Ende reichten die erzielten Punkte ganz knapp für den sechsten Platz, was den sicheren Klassenerhalt bedeuteten sollte.

Die Damen-Mannschaft des SV Nienhagen mit ihrem Trainer Ole Bedey, Foto: Annette Schmid

Schwimmerin Leonie Kanus; Foto: Ute Hartwich





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