"Hinter Schloss und Riegel": Vortrag über das Celler Gefängnis

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Di., 24.09.2019 - 18:45

CELLE. Am Mittwoch, dem 25. September um 19 Uhr, lädt der Museumsverein in Celle e.V. zu einem Vortrag in das Bomann-Museum ein. Thema ist die Geschichte des Celler Gefängnisses

Selbstverständlich gehört das Celler Gefängnis – im Volksmund „Hotel Allerblick“ oder „festes Haus“ genannt – zum Bild der Stadt. Und doch will es einem als exterritoriales Gelände erscheinen. Das vor 300 Jahren im Stil einer barocken Schlossanlage erbaute Zuchthaus in Celle ist heute der älteste Gefängnisbau in Deutschland, der nach wie vor als Strafvollzugsanstalt genutzt wird. Als es kurz nach 1700 gegründet wurde, zeichnete sich der Aufbruch zu etwas Neuem ab, das über Stadt- und Landesgrenzen hinauswies: Der Umgang mit Verbrechen und Strafe begann sich tiefgreifend zu verändern und der Freiheitsentzug innerhalb von Gefängnismauern setzte sich allmählich als dominierende Strafform durch. Eine Weichenstellung, die bis heute Bestand hat.

Ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein, legten die damals Verantwortlichen mit der Einrichtung des Zuchthauses einen bedeutsamen Grundstein des modernen Gefängniswesens. Vor diesem Hintergrund widmet sich das jüngst erschienene Buch „Hinter Schloss und Riegel“ der Gründung und Entwicklung des Celler Gefängnisses im 18. Jahrhundert, das hier von der Autorin, Historikerin Dr. Uta Schäfer-Richter, vorgestellt werden wird.
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