Historiker Reinhard Rohde informiert über Rheinmetall

Wirtschaft Von Redaktion | am Fr., 02.08.2019 - 19:40

UNTERLÜSS. Deutschlands größter Rüstungskonzern, Rheinmetall, stehe zunehmend im öffentlichen Interesse. Am Dienstag, 13.08.19, um 18.30 Uhr informiert der Historiker Reinhard Rohde im Walsroder Kulturzentrum "Mittendrin" über Geschichte und Geschäfte der Rheinmetall AG im In- und Ausland sowie über Kritik und Aktionen der Friedensbewegung am Rüstungskonzern. Einladende sind die Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark e.V. und die Gewerkschaftliche Initiative für aktive Friedenspolitik und Militär- und Rüstungskonversion in Niedersachsen, die in den Kreisen Celle und Heidekreis stark vertreten ist.

Weitere Informationen:
Seit seiner Gründung 1889 produziere Rheinmetall für Kriege und Kolonialismus. Heute ist Rheinmetall größter deutscher Rüstungskonzern und produziert gepanzerte Fahrzeuge, Waffen und Munition. Rheinmetall beliefere reaktionäre Regime wie Saudi-Arabien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Kriegsgerät. Die Rheinmetall Waffe Munition GmbH in Unterlüß sei für die Entwicklung und Produktion von großkalibrigen Waffenanlagen einschließlich der entsprechenden Munition zuständig, u.a. Kampfpanzer Leopar.

In Unterlüß hat Rheinmetall das 50 qkm große sog. Erprobungsgelände für „wehrtechnische Untersuchungen“ - das größte private Test- und Versuchsgebiet in Europa. Wachsender Geschäftsbereich sei die Sicherung von Grenzen. Überwachungssysteme, welche beispielsweise das Alarmphone abhören, gehörten ebenso dazu wie Panzer, die an die Grenze zwischen Jordanien und Syrien positioniert würden. Früher wie heute sei Rheinmetall weltweit in Kriege involviert.

Seit Jahren gibt es öffentliche Proteste, u.a. bei Aktionärsversammlungen. Zum zweiten Mal findet vom 01. bis 09.09.2019 in Unterlüß ein Camp, workshops und Demonstration unter dem Titel „Rheinmetall entwaffnen“ statt.