CELLE. Kurz vor der endgültigen Fertigstellung des neuen Wohnquartieres an der Bergstraße konnten Stadtbraurat Ulrich Kinder und Ortsbrandmeister Bernd Müller einen alten Kanaldeckel in Erinnerung an die dort beheimatete Feuerwache der Bevölkerung zugänglich machen. Dieser Kanaldeckel aus den 30er Jahren solle an den Standort der Feuerwache an der Bergstraße erinnern, so der Stadtbaurat.

Er markiert die ehemalige Zufahrt zur Feuerwache, aus der die Freiwilligen Feuerwehrleute zu vielen tausend Einsätzen ausgerückt sind. Die Wache wurde 1929 gebaut, und stand nach mehreren Um- und Ausbauten bis 2012, 83 Jahre lang, der Feuerwehr Celle zur Verfügung. In den 30er Jahren mit viel Weitsicht erbaut, löste diese Wache das Gebäude gegenüber am Kleinen Plan ab, das seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1864 zur Verfügung stand. Der größte Um- und Erweiterungsbau 1978 war schon mit beim Einzug zu klein, und so stand bereits ein Fahrzeug im Freien.

Die Hanglage des Grundstücks und die Begrenzung durch die Wohnbebauung ließen eine weitere Erweiterung nicht zu. Seit 2012 befindet sich nun das Feuerwehrgerätehaus am Herzog Ernst Ring, nahezu in Sichtweite zum alten Standort.

Dieser Kanaldeckel soll nun an die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute erinnern, die sich seit mehr als 150 Jahren zum Schutz der historischen Altstadt einsetzen. „Von den 500 Fachwerkhäusern in der Altstadt“, so Ortsbrandmeister Bernd Müller, „brannte es schon fast in jedem dieser schönen Gebäude und trotzdem stehen sie alle noch in unveränderter Schönheit. Dies ist ein Zeichen für den schnellen und wirksamen Einsatz der Feuerwehr“. Bei Stadtführungen und beim Flanieren durch das neue Quartier, könne man sich nun an den Standort der Feuerwache und deren Bedeutung für die Altstadt stets erinnern.

Leider gebe es in Celle noch viel zu wenige solcher Hinweise auf die Celler Stadtgeschichte, so Stadtbaurat Ulrich Kinder. Es sei schön, dass hier in der Bergstraße ein solcher Hinweis geschaffen wurde.

Text: Bernd Müller



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