CELLE. Häufig sind derzeit Werbe-Angebote für elektrisch angetriebene Boards, so genannte Hoverboards, zu finden. „Das ist sicher eine tolle Sache, aber da gibt es noch das Kleingedruckte“, warnt die Polizei Celle vor den nicht im Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeugen und informiert:

Diese Boards haben einen, wenn auch kleinen, Elektromotor und können meistens schneller als 6 km/h fahren. Damit sind die Hoverboards Kraftfahrzeuge, und da die Reifen zwei Spuren hinterlassen, sind es mehrspurige Kraftfahrzeuge wie PKW. Hoverboards und diverse andere Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind nicht für den öffentlichen Verkehrsraum zugelassen. Mit dem kleinen rechtlichen Hinweis entbinden sich die Firmen von einer Verantwortung, so dass die anschließenden Probleme höchstwahrscheinlich bei Kindern und Eltern hängen bleiben.

Kinder sind die Hauptnutzer, haben aber keinen Führerschein, der für das Führen eines solchen Vehikels erforderlich ist. Die Fahrzeuge können nach bisherigem Stand aufgrund ihrer Bauweise nicht zugelassen werden, so dass es auch nicht die nötigen Kennzeichen bekommen können. Hierzu sei auch zu bedenken, dass möglicherweise keine Versicherung für entstehende Schäden aufkommen würde.

Carsten Wiechmann, Verkehrssicherheitsbeauftragter der Polizeiinspektion Celle, weist auch darauf hin, dass zum öffentlichen Verkehrsraum nicht nur Fahrbahnen, sondern auch Radwege, Gehwege und weitere Flächen, selbst Parkplätze der meisten Supermärkte, gehören. Die Empfehlung der Polizei lautet, unbedingt auf das Kleingedruckte zu achten, um sich nicht einer möglichen Strafverfolgung auszusetzen.

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