CELLE. Am Mittwoch, 15. Februar, findet zum Thema „Wilhelm Busch und die Religion“ um 19:30 Uhr ein Vortrags- und Gesprächsabend statt. Zum Leben und Werk des humoristischen Dichters, Zeichners und Malers referiert Dr. Helmut Geiger. Die Schauspielerin Rosemarie Schilling rezitiert Texte von Wilhelm Busch. Ort: Gemeindehaus Bonifatiuskirche, Bonifatiusstr. 13 in Celle. Es lädt ein die Kirchengemeinde Klein Hehlen. Der Eintritt ist frei.

„Max und Moritz“ (1865), „Der heilige Antonius“, „Herr und Frau Knopp“, „Die fromme Helene“ usw. – viele kennen Bildergeschichten des beliebtesten deutschen Humoristen. Busch selbst, der übrigens oft in Celle zu Besuch war, hielt sie für wenig bedeutsam. Viel wichtiger waren ihm seine Gemälde. Doch sie hat er ängstlich vor fremden Augen verborgen.

Lebenslang beschäftigt hat Busch sich, in Wort und Bild, mit dem Bösen, mit Moral und Religion. Jahrzehnte hat er, bis zu seinem Tod (1908), in niedersächsischen Pfarrhäusern gelebt. Sein Onkel, der Schwager und zwei Neffen waren Pastoren.

Offensichtlich entlarvt W. Busch in seinen Bildergeschichten Selbstgerechtigkeit, Scheinmoral und falsche Frömmigkeit. Da er empfindsam und verschlossen war, lässt sich seine Haltung zu Religion und Glaube weithin nur indirekt erschließen. Daneben soll am Mittwochabend genügend Raum bleiben für das Vergnügen, am Scharfsinn dieses großen Künstlers und an seinen kunstvoll-naiven Versen.

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