HANNOVER.  Aktuell ist es wieder in Braunschweig passiert: Drei Hunde mussten überhitzt und erschöpft von der Polizei aus einem PKW befreit werden. Anlässlich der hohen Temperaturen fordert die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz alle Hundehalterinnen und Hundehalter auf, ab einer Außentemperatur von 20 Grad Hunde selbst für kurze Zeit nicht im Auto zu lassen.

Dies gelte natürlich auch für alle anderen Tiere. „Jedes Jahr sterben Hunde im Sommer im aufgeheizten Auto, weil Tierhalter die Gefahr eines Hitzschlags bei ihrem Tier unterschätzen“, so Dämmrich. Bereits ab 20 Grad Außentemperatur könne sich das Autoinnere schnell aufheizen. Dämmrich: „Wenige Minuten reichen dann aus, um einen Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. So ist auch das kurze Fernbleiben, um nur mal schnell was einzukaufen, verhängnisvoll, denn innerhalb weniger Minuten können Temperaturen von 50 Grad im Autoinneren erreicht werden.“

Auch ein Schattenparkplatz biete keine Gewähr für erträgliche Temperaturen im Auto. „Im Gegensatz zu Menschen schwitzen Hunde nicht am ganzen Körper, sondern sie regulieren ihren Wärmehaushalt durch Hecheln“, sagte die niedersächsische Landesbeauftragte für Tierschutz. Wegen der geringen Oberfläche reiche das Hecheln nicht aus, um eine hohe Körpertemperatur bei Überhitzung herunterzuregulieren, zudem verliere der Hund viel Wasser durch das Hecheln und es könne zu einem Hitzschlag kommen. Dämmrichs Appell: „Schützen Sie Ihren Hund und lassen Sie ihn im Sommer an einem schattigen Platz zu Hause oder in der kühlen Wohnung zurück, anstatt ihn im heißen Auto durch die Gegend zu kutschieren.“ Dasselbe gelte natürlich auch für andere Haustiere wie Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen.

Wer einen Hund bei hohen Außentemperaturen im verschlossenen Wagen entdeckt, der in akuter Not ist, sollte nicht zögern, Polizei oder Feuerwehr zu informieren, so dass der Hund aus dem Auto befreit und vor einem Hitzschlag bewahrt werden kann. Dämmrich: „Auf einem Supermarktparkplatz kann man notfalls auch den Halter im Supermarkt ausrufen lassen.“

Ist der Hund befreit, sollte er sofort Wasser zum Trinken erhalten. Falls das Tier zum Trinken nicht in der Lage ist, sollte er mit kühlem, aber nicht eiskaltem Wasser übergossen werden und zusätzlich durch Zufächeln von Luft gekühlt werden. Hat sich der Hund erholt, muss er umgehend schonend in eine Tierarztpraxis gebracht werden, die die weitere medizinische Behandlung übernimmt, um Folgeschäden zu vermeiden.

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